07.07.2009, 14:57 Uhr | iri; rev
Kinder überschätzen ihre Schwimmfähigkeiten oft. (Bild: Imago)
Sommer und Sonne richtig genießen, dazu gehört für Kinder auf jeden Fall ein Besuch im Schwimmbad oder ein Ausflug zum Badesee. Hinein ins kühle Nass und möglichst viel Spaß haben. Aber Kinder können die Gefahren, die im und am Wasser drohen, oft nicht abschätzen und in lebensbedrohliche Situationen kommen. Die Folge: Etwa jede Woche ertrinkt in Deutschland ein Kind oder ein Jugendlicher. Und erst im letzten Jahr schlugen die Bademeister Alarm: Jedes dritte Kind unter 18 Jahren könne nicht schwimmen. So können Eltern ihre Kinder vor Risiken im Schwimmbad oder am See schützen.
Das ideale Alter um schwimmen zu lernen, ist zwischen fünf und acht. Wenn die Kinder noch vor der Einschulung schwimmen lernen, stärkt die neu erworbene Fähigkeit meist auch das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit. Im Wasser können die Kinder ganz unterschiedliche Sinnes- und Bewegungserfahrungen machen, sie erleben zum einen Druck, Widerstand und Auftrieb und zum anderen massiert das Wasser das Gewebe und schult das Gleichgewichtsempfinden. Die verschiedenen Reize stimulieren die einzelnen Körperpartien und erweitern das Körperbewusstsein. Somit eignet sich das Bewegen im Wasser auch für Kinder, die aufgrund von Behinderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrer Bewegung eingeschränkt sind.
Doch der Badespaß ist bei Kindern auch mit Gefahren verbunden: 475 Menschen kamen im letzten Jahr bei Badeunfällen insgesamt ums Leben. "Der beste Schutz ist Schwimmunterricht", sagt Dr. Sabine Voermans, Leiterin des Gesundheitsmanagements der Techniker Krankenkasse (TK). Die Ärztin plädiert deshalb für Schwimmstunden in der Grundschule und rät auch erwachsenen Nichtschwimmern zu einem Schwimmkurs. Dabei sollten Eltern jedoch die sehr langen Wartezeiten für einen Schwimmkurs beachten: "Die Wartezeit für eine Seepferdchen-Gruppe beträgt bis zu zwei Jahre", sagt Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion "Das sichere Haus" (DSH) in Hamburg. Kinder sollten schon mit drei Jahren angemeldet werden, damit sie dann im besten Lernalter fürs Schwimmen auch einen Kursplatz bekommen.
"Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt: Es trainiert das Herz-Kreislaufsystem, stärkt die Ausdauer, ist schonend zu Rücken und Gelenken und stärkt die gesamte Muskulatur", wirbt Voermans für den Wassersport. Die Ärztin rät Eltern schon aus diesem Grund, ihren Kindern frühzeitig das Schwimmen beizubringen: "Wer in jungen Jahren Spaß an einer Sportart findet, bleibt oft sein Leben lang dabei. Und: Schwimmen ist wie Fahrradfahren - wer es einmal richtig gelernt hat, kann sich zeit seines Lebens über Wasser halten", so Voermans.
Deshalb empfiehlt sie Eltern, auch in der Zeit nach den Schwimmstunden regelmäßig mit ihren kleinen "Seepferdchen" schwimmen zu gehen, um das Erlernte zu festigen. "Im Freibad und vor allem am Badesee sollten Eltern ihr Kind dabei stets im Auge behalten - Spaß und Spiel im Wasser lässt sie so manche Warnung vergessen", sagt Voermans. Bei unbewachten Gewässern sollten Kinder zudem nur in Begleitung schwimmen und sich nicht zu weit vom Ufer entfernen.
Mit den folgenden Spielen und Übungen können Eltern die Schwimmfähigkeiten ihrer Kinder fördern:
Bei diesen Übungen können die Kinder ruhig auf Schwimmflügel verzichten. Sie bekommen dann eher ein Gefühl für Auftrieb und Wasserdruck und bauen Vertrauen zum Wasser auf. Wenn die Eltern nicht in der Nähe sind oder wenn es am Strand oder im Freibad unübersichtlich ist, sollten Schwimmflügel angelegt werden.
Beim Urlaub am Meer gilt zudem besondere Vorsicht: Kinder können Strömungen und Wellengänge im Meer schlecht einschätzen. Genauso schwer fällt es ihnen, den Stand zu halten. Beim Spielen oder in einer Notsituation treten sie oft den Sand unter ihren Füßen weg und verlieren so den Halt, erläutert die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) "Mehr Sicherheit für Kinder" in Bonn. Dann sei die Gefahr groß, hinaus aufs Meer gezogen zu werden. Deshalb müssen Eltern ihre Kinder beim Baden im Meer besonders gut im Blick haben. Außerdem sollten sie Strände wählen, die mit Rettungsschwimmern besetzt sind, rät die BAG. An solchen Stränden werden die rasch wechselnden Badebedingungen in der Regel durch Flaggen gekennzeichnet. Bei der gelben Flagge ist das Baden gefährlich. Kommt die rote Flagge hinzu, ist es strikt verboten.
Quelle: t-online.de
Sundancer30 schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:29:21
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Schwimmen
Ich habe schwimmen erst sehr spät gelernt. Aber jetzt bin ich eine Wasserratte die gerne und viel schwimmt. Aber heute werden
viele Bäder geschloßen weil kein Geld da ist. Dabei ist es so wichtig das unsere Kids schwimmen lernen. Doch es gibt kaum noch Schwimmbäder die bezahlbar sind. Ich komme aus dem hohen Norden und habe die Ostsee vor meiner Tür. Anstatt Schwimmbäder zu schließen sollten wir versuchen sie zu erhalten im interesse unserer Kinder und schwimmen ist gesund
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Dagobert schrieb:
am 3. Juli 2010 um 02:05:26
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Schwimmkurse
Schwimmkurse sind teuer, Schwimmvereine empfehlenswert er.Für das Geld für einen 10-Tage-Kurs kann ein Kind im Verein ein Jahr
schwimmen! In 10 Tagen lernt man nicht schwimmen, falsch schwimmen lernen ist gefährlich, nicht gesund (Schäden an der Halswirbelsäule bei falschen Brustschwimmen). Schwimmkurs sind oft ähnlicher Stress wie das G 8 in Bayern.
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Rudi (Rettungsschwimmer) schrieb:
am 29. Juni 2010 um 15:27:44
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Sicher schwimmen
Schwimmen lernen gehört zur elementaren Grundausbildung eines jeden Kindes. Mit dem Seepferdchen fängt es an, aber erst
mit dem Freischwimmer
(Jugendschwimmabzeichen Bronze) kann man ein Kind alleine im Wasser schwimmen lassen. Die Gefahr zu ertrinken ist bei Kinder groß und die beste Lebensversicherung hier ist schwimmen lernen. Ein Kind das schwimmen kann hat Selbstbewusstsein und verfällt nicht in Schock oder Panik falls es ins Wasser fällt. Also Eltern, Schwimmunterricht ab dem 5. Lebensjahr
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