07.01.2010, 09:52 Uhr | nak
Seit 1. Januar 2010 dürfen Eltern mit ihrem Kinderwagen nicht mehr auf einer Rolltreppe fahren. Das verbietet eine neue EU-Richtlinie. Die Norm EN 115 schreibt vor, dass Kinderwagen aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf den Rolltreppen hoch- und runterfahren dürfen. Laut EU-Experten ist das Unfallrisiko zu hoch. Doch nicht nur auf Rolltreppen ist die Fahrt mit dem Kinderwagen riskant, auch die Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr birgt Hindernisse.
Eine Stadtbummel mit dem Kinderwagen ist oft beschwerlich. Schon die Fahrt in die Stadt kann mit Hindernissen beginnen. Eltern, die den Bus ins Zentrum nehmen, sind mit Kinderwagen auf barrierefreie Modelle angewiesen. Diese Fahrzeuge können den Einstieg soweit senken, dass Familien mit Kinderwagen problemlos ein- und aussteigen können. Ärgerlich ist es, wenn die Fahrer auf diesen Service verzichten und den Einstieg unverändert lassen. Das Bugsieren des Kinderwagens über hohe Stufen ist umständlich und unsicher. Der sehr steile Ausstieg hat zur Folge, dass das Baby im Wagen nach unten rutschen kann.
Mit ganz anderen Problemen haben die Eltern zu kämpfen, die mit dem Auto ins Zentrum kommen. Schnell wird ein Platz im Parkhaus gesucht und los geht's. Denn es erfordert einiges an Geschick und Kraft, die schwere Brandschutztür des Parkdecks aufzuhalten und den Kinderwagen durchzuschieben, ohne dass sie sofort wieder dagegen schlägt.
Ist die Familie in der Fußgängerzone angekommen, kann der Bummel beginnen. Es geht in die Kinderabteilung im zweiten Stock eines Kaufhauses. Der Weg über die Rolltreppe ist vielleicht der schnellere. Doch er kann auch sehr wackelig und unsicher sein. Der Kinderwagen muss fast waagerecht gehalten werden, damit nicht Kind oder Einkäufe herausfallen. Es erfordert einiges an Kraft, den Kinderwagen so festzuhalten, dass er sich nicht selbständig macht. Zum Schutz des Kindes hat die EU nun die neue Richtlinie erlassen, damit Unfälle auf Rolltreppen vermieden werden. Demnach dürfen Eltern mit ihrem Kinderwagen keine Rolltreppen mehr benutzen.
In den ersten Städten sind im Bereich von Rolltreppen an S- und U-Bahnhöfen sowie in Kaufhäusern und Einkaufszentren Verbotsschilder verbreitet. So haben Berlin und Hamburg sogenannte Piktogramme eines durchgestrichenen Kinderwagens aufgehängt. Benutzen Eltern die Rolltreppe trotzdem mit Kinderwagen, haben sie jedoch keine Strafe zu befürchten, da es sich lediglich um eine Norm handelt. Kommt es aber zu einem Unfall auf der Rolltreppe, sind die Eltern in der Beweispflicht, dass der Kinderwagen den Unfall nicht verschuldet hat.
An den Rolltreppen der Münchner U-Bahnhöfe sucht man die Verbotsschilder bisher vergeblich. Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), hat laut Abendzeitung wenig Verständnis für die neue EU-Norm. "Wir wurden von dieser neuen Norm überrascht, wir haben sie nicht gewollt und ich halte sie für ausgemachten Blödsinn." Rolltreppen seien schließlich für jene Menschen da, die sich mit der Benutzung von normalen Treppen schwer tun, so der VG-Chef.
Was heißt das nun für Eltern? Nicht längst sind alle Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut. Auch in Kaufhäusern sucht man einen Aufzug oft vergeblich. Wer den Kinderwagen nicht alleine schleppen kann, dem bleibt nur, sich beim Tragen des Kinderwagens treppauf, treppab helfen zu lassen. Fraglich ist hierbei allerdings, ob es nun weniger gefährlich ist, den Kinderwagen über lange Treppen zu tragen, als die Rolltreppe zu benutzen.
Quelle: t-online.de
dateuber schrieb:
am 28. April 2010 um 00:01:48
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eu-richtlinie Rolltreppe
Beamten derEU suchen offensichtlich eine daseinsberechtigung da Wirkliche Probleme lieber umgangen werden,meiner
Ansicht nach sollte dieser ganze Laden umgehend abgeschafft werden.
Kostet nur Geld und Richtet nur Schaden an.
HG.Andreas
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frajo schrieb:
am 9. Februar 2010 um 07:25:12
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rolltreppe
Die rolltreppe ist nicht gefährlich. die größte gefahr geht von der eu aus. 99% der eu gesetze sind blödsinnig und dumm
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