10.05.2012, 12:39 Uhr
Was Verbraucher beim Spielzeugkauf für Kinder wissen sollten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Gefahr im Kinderzimmer: Spielzeug birgt oft Verletzungsgefahren oder es ist derart mit Schadstoffen belastet, dass es nicht in Kinderhände gehört. Spielzeug steht immer noch hinter Kleidung auf Platz zwei der gefährlichen Produkte, die im vergangenen Jahr über das EU-Schnellwarnsystem Rapex gemeldet wurden. Insgesamt waren 324 Spielsachen dabei, von dem ein gesundheitliches Risiko ausging - meist wegen Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile. Wir geben Tipps, wie Eltern sicheres Spielzeug finden und was die EU-Richtlinien für Spielzeug vorschreiben.
Spielzeuge dürfen unter anderem keine scharfen Kanten oder verschluckbaren Teile haben. Elektrische Spielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung betrieben werden, zahlreiche Schadstoffe sind verboten. Die Regelungen sind aber uneinheitlich und lückenhaft - viele Schadstoffe etwa sind weiter erlaubt.
Wichtig ist hier vor allem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Es wird von unabhängigen Stellen, etwa dem TÜV, für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Wichtig ist, dass neben dem Zeichen die Prüfinstitution angegeben ist. Fehlt diese, kann es sich auch um ein gefälschtes Siegel handeln. Darüber hinaus gibt es private Prüfzeichen wie das TÜV Rheinland Proof-Siegel mit dem Teddybär als Erkennungszeichen. Diese Zeichen garantieren die Kontrolle durch Dritte. Laut Stiftung Warentest ist auf die Prüfzeichen allerdings nicht 100-prozentig Verlass - so enthielten zahlreiche gekennzeichnete Spielzeuge im Test trotzdem Schadstoffe.
Neben dem GS-Zeichen gibt es nur hilfreiche Spezialsiegel etwa für Textilqualität (ÖkoTex Standard 100), elektrische Sicherheit (VDE) oder pädagogische Eignung (Spiel gut). Das CE-Siegel der EU dagegen, das auf vielen Spielzeugen prangt, hilft wenig, weil es der Hersteller selbst anbringt und es nicht kontrolliert wird.
Plastik-Spielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Diese Stoffe können schädlich für das Kind sein, wenn es sie verschluckt oder das Spielzeug in den Mund nimmt. Besser sind PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen). Oft ist die Kunststoffart mit Zahlen von 1 bis 7 in einem Dreieck auf dem Produkt verschlüsselt. Hier steht die 3 für PVC. Die Kunststoffe der anderen Zahlen gelten als kaum bedenklich. Vorsicht gilt vor allem bei Billig-Spielzeug: Dort werden immer wieder hohe Konzentrationen giftiger Weichmacher entdeckt.
Auch Holzspielzeug kann Schadstoffe enthalten. Verbraucher sollten zu unlackiertem, gewachstem Holz greifen. Vollholz ist besser als geklebtes Holz aus Pressspan oder Sperrholz, das ebenfalls Schadstoffe enthalten kann.
Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland stammt aus China. Hersteller müssen nicht angeben, wo ein Spielzeug produziert wurde. Vertrauenswürdige Firmen aber geben meist neben ihrer Adresse auch das Ursprungsland auf der Verpackung an. Produkte ohne Herstellerangabe sollten nicht gekauft werden.
Verbraucherschützer empfehlen, auch auf eigene Faust zu testen. So könnten Käufer überprüfen, ob ein Spielzeug auf der Haut abfärbt oder ob es unangenehm riecht. Beides kann ein Hinweis auf Schadstoffbelastung sein. Die Qualität kann auch durch andere einfache Tests wie Zupfen an einem Plüschtier getestet werden. Auch sollte geprüft werden, ob sich Kleinteile leicht ablösen.
Wer einen Defekt feststellt, sollte zum betreffenden Händler gehen. Bei Spielzeugen, die gegen die rechtlichen Regelungen verstoßen, so wie es beim aktuellen Test sieben Mal der Fall war, können Kunden nach Angaben der Stiftung Warentest den Kaufpreis zurückverlangen. Wer glaubt, von einem Spielzeug gehe generell eine Gefahr aus, kann dies bei den Gewerbeaufsichtsämtern melden.
Quelle: AFP
Abbruch Weinert schrieb:
am 10. Mai 2012 um 15:29:24
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belastete Kinderwagen
Wir sanieren u.a. PAK haltiges Parkett samt Kleber und ähnliche gesundheitsschädliche Materialien (Asbest/PCB/Lindan
usw.)und haben bei der Schadstoffprüfung durch die Dekra und andere Umweltinstitute auch versch. Ummantelungene an Kinderwagen- und Hometrainer-Griffen usw. testen lassen: ca. 75 % davon sind PAK-belastet, also genau die Teile, worauf die Kleinen rumbeißen und solche, die man lange in Händen hält. Wenn man sich nicht sicher ist: besser die Ummantelungen im Freien entfernen!
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Dr.Holzkopp schrieb:
am 9. März 2012 um 20:59:20
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z.B. Chinaschrott
Dieses Billigzeugs ist nicht nur Gift für den Körper, sondern erst recht für die Seele. Spielzeug hatte mal den Sinn,
Kinder auf ihre Aufgaben im Leben vor zu bereiten. Kann mir mal einer sagen, wie das man das mit diesem ganzen quitschbunten Gaga-Kram hinkrigen will? Es geht auch anders. Lest mein Buch!
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Opa Herbert schrieb:
am 6. Februar 2012 um 17:51:11
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...dumm`Geschwätz von gestern
Ist wie bei verseuchten Lebensmitteln: außer, dass Politiker-(innen) ihr Bedauern aussprechen passiert daran
nichts mehr. Wie bei Kathastrophen wenn Politiker "unbürokratisch" helfen wollen. Sind dann die Kameras aus und die Journalisten weg ist keine Rede mehr davon. So nach dem Motto: was geb`ich auf mein dumm`Geschwätz von gestern. Sie sind alle gleich.
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