03.02.2012, 15:46 Uhr
Was Verbraucher beim Spielzeugkauf für Kinder wissen sollten. (Bild: Imago)
Kinder haben heutzutage immer mehr Spielsachen. Doch in regelmäßigen Abständen werden bedenkliche Schadstoffe oder andere Gefahrensquellen in den Spielwaren entdeckt. Wie also finden Eltern sicheres Spielzeug für ihre Kinder. Wir klären die wichtigsten Fragen.
Spielzeuge dürfen unter anderem keine scharfen Kanten oder verschluckbaren Teile haben. Elektrische Spielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung betrieben werden, zahlreiche Schadstoffe sind verboten. Die Regelungen sind aber uneinheitlich und lückenhaft - viele Schadstoffe etwa sind weiter erlaubt.
Hier finden Sie die wichtigsten EU-Richtlinien.
Wichtig ist hier vor allem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Es wird von unabhängigen Stellen, etwa dem TÜV, für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Wichtig ist, dass neben dem Zeichen die Prüfinstitution angegeben ist. Fehlt diese, kann es sich auch um ein gefälschtes Siegel handeln. Darüber hinaus gibt es private Prüfzeichen wie das TÜV Rheinland Proof-Siegel mit dem Teddybär als Erkennungszeichen. Diese Zeichen garantieren die Kontrolle durch Dritte. Laut Stiftung Warentest ist auf die Prüfzeichen allerdings nicht 100-prozentig Verlass - so enthielten zahlreiche gekennzeichnete Spielzeuge im Test trotzdem Schadstoffe.
Neben dem GS-Zeichen gibt es nur hilfreiche Spezialsiegel etwa für Textilqualität (ÖkoTex Standard 100), elektrische Sicherheit (VDE) oder pädagogische Eignung (Spiel gut). Das CE-Siegel der EU dagegen, das auf vielen Spielzeugen prangt, hilft wenig, weil es der Hersteller selbst anbringt und es nicht kontrolliert wird.
Plastik-Spielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Diese Stoffe können schädlich für das Kind sein, wenn es sie verschluckt oder das Spielzeug in den Mund nimmt. Besser sind PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen). Oft ist die Kunststoffart mit Zahlen von 1 bis 7 in einem Dreieck auf dem Produkt verschlüsselt. Hier steht die 3 für PVC. Die Kunststoffe der anderen Zahlen gelten als kaum bedenklich. Vorsicht gilt vor allem bei Billig-Spielzeug: Dort werden immer wieder hohe Konzentrationen giftiger Weichmacher entdeckt.
Auch Holzspielzeug kann Schadstoffe enthalten. Verbraucher sollten zu unlackiertem, gewachstem Holz greifen. Vollholz ist besser als geklebtes Holz aus Pressspan oder Sperrholz, das ebenfalls Schadstoffe enthalten kann.
Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland stammt aus China. Hersteller müssen nicht angeben, wo ein Spielzeug produziert wurde. Vertrauenswürdige Firmen aber geben meist neben ihrer Adresse auch das Ursprungsland auf der Verpackung an. Produkte ohne Herstellerangabe sollten nicht gekauft werden.
Verbraucherschützer empfehlen, auch auf eigene Faust zu testen. So könnten Käufer überprüfen, ob ein Spielzeug auf der Haut abfärbt oder ob es unangenehm riecht. Beides kann ein Hinweis auf Schadstoffbelastung sein. Die Qualität kann auch durch andere einfache Tests wie Zupfen an einem Plüschtier getestet werden. Auch sollte geprüft werden, ob sich Kleinteile leicht ablösen.
Wer einen Defekt feststellt, sollte zum betreffenden Händler gehen. Bei Spielzeugen, die gegen die rechtlichen Regelungen verstoßen, so wie es beim aktuellen Test sieben Mal der Fall war, können Kunden nach Angaben der Stiftung Warentest den Kaufpreis zurückverlangen. Wer glaubt, von einem Spielzeug gehe ganz generell eine Gefahr aus, kann dies bei den Gewerbeaufsichtsämtern melden.
Hier können Sie nachlesen, welches Spielzeug Ihre Kinder wirklich brauchen.
Quelle: AFP
Opa Herbert schrieb:
am 6. Februar 2012 um 17:51:11
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...dumm`Geschwätz von gestern
Ist wie bei verseuchten Lebensmitteln: außer, dass Politiker-(innen) ihr Bedauern aussprechen passiert daran
nichts mehr. Wie bei Kathastrophen wenn Politiker "unbürokratisch" helfen wollen. Sind dann die Kameras aus und die Journalisten weg ist keine Rede mehr davon. So nach dem Motto: was geb`ich auf mein dumm`Geschwätz von gestern. Sie sind alle gleich.
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Andreas schrieb:
am 18. Dezember 2010 um 18:10:15
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Gift im Kinderspielzeug
Hallo,
alle Jahre wieder kommen die Berichte in den Medien über die Gifte im Kinderspielzeug.
Wissenschaftler sind
besorgt, Politiker gleichfalls, Eltern verunsichert oder schalten auf Durchzug.
Die Eltern sind keine Chemiker, die beste Nase kann luftdicht verpacktes Spielzeug nicht riechen.
Gegen Atomkraft, Stuttgart21 gehen die Leute auf die Straße, aber nicht für ihre eigenen Kinder.
Wieviel Gift muß sich im Körper unserer Kinder ansammeln, bis etwas geschieht?
Gruß Andreas
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icke schrieb:
am 7. Dezember 2010 um 15:18:52
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Spielzeug
@Landgraf, weil sie alle mit dem verschenken von Geld an andere Länder zu tun haben.Ist nicht das einziege was hier bei uns schief läuft.
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