20.09.2010, 09:42 Uhr
Künstliche Befruchtung: Für den Großteil der Deutschen nichts Außergewöhnliches mehr. (Bild: imago) (Quelle: imago)
Als mit Louise Joy Brown vor 32 Jahren das erste Retortenbaby durch Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickte, war das eine Sensation. Heute finden die meisten eine Zeugung im Reagenzglas ganz normal: Über die Hälfte der Deutschen würde bei Unfruchtbarkeit die Hilfe moderner Medizin in Anspruch nehmen. Das hat eine repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" ergeben. Die GfK Marktforschung Nürnberg befragte dazu 1.936 Personen ab 14 Jahren.
Für über 80 Prozent der Befragten ist künstliche Befruchtung nichts Außergewöhnliches mehr. Die Zahl derer wächst, die sich vorstellen können, bei Unfruchtbarkeit den Wunsch nach einem Kind mit Hilfe von künstlicher Befruchtung zu erfüllen.
1999 waren bereits 2613 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" befragt worden. Damals gab nur rund ein Viertel an, in einem solchen Fall alle Möglichkeiten zu nutzen, die Medizin und Wissenschaft bieten, um doch noch zu einem eigenen Kind zu kommen. Heute sagen dies mit 58,8 Prozent schon deutlich mehr als die Hälfte.
Die natürliche Altersgrenze für eine Schwangerschaft sollte allerdings nach Meinung der meisten auch bei der Zeugung im Reagenzglas gewahrt bleiben. Mehr als 70 Prozent der Befragten befürworten die Festlegung eines Höchstalters der Mutter.
Auch Adoption ist bei Unfruchtbarkeit nach wie vor ein Thema. Knapp 50 Prozent der Befragten wollen lieber ein fremdes Kind annehmen als sich künstlich befruchten zu lassen. Fast jeder Zweite ist außerdem der Meinung, dass Unfruchtbarkeit als Schicksal akzeptiert werden und man der Natur ihren Lauf lassen solle.
Quelle: ots
Magdalena schrieb:
am 6. Oktober 2010 um 20:37:10
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@ claudia
Sie scheinen sehr jung und vom realen Leben ziemlich unbeleckt zu sein... Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht eines Tages allzu hart
auf dem Boden der Wirklichkeit aufschagen.
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Lore schrieb:
am 6. Oktober 2010 um 20:32:42
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@ claudi
Ich kenne Kinder von berufstätigen Akademikern, die sich mit a: 20 Jahren den goldenen Schuß gesetzt haben, b nicht einmal den
Hauptschulabschluß geschweige denn eine Ausbildung gemacht haben und nur herumhängen, c: sich mit 18 Jahren im Geburtstags-BMW totgefahren haben, d: sich von zu Hause los gesagt und auf der Straße leben... usw... Ich finde es nicht richtig, dass ich in der Solidargemeinschaft für eine künstliche Befruchtung mitzahlen muss.
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Claudi schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 20:52:05
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@Monika
Das ist vielleicht doch etwas hart, meinst du nicht? Ich stehe im Berufsleben und bin grundsätzlich wirtschaftlich abgesichert. Mein
Kind würde der Allgemeinheit sicher nicht zur Last fallen. Aber die Kosten für eine - oder gar mehrere, weil Erfolgsquote nur 30 % - künstliche Befruchtungsversuche könnte ich nicht aufbringen. Soll ich deshalb kinderlos bleiben? Obwohl mein Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit kein fauler Gammler wird? Mein Partner und ich sind immerhin beide berufstätige Akademiker.
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