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Nach den Ferien ist an Schulen und Kindergärten meistens Hochsaison für Läuse. (Bild: Imago)
Pediculus humanus capitis - die Kopflaus macht sich wieder breit. Hochsaison für Läuse ist eindeutig im Spätsommer und im Herbst, wenn die Kinder wieder aus den Sommerferien zurück sind und ihre Köpfe beim Spielen und Toben zusammenstecken. Das nutzen die flinken Krabbler aus, um sich schnell zu verbreiten. Welche Mittel gegen die Plage helfen und wovon eher abzuraten ist, hat "Öko-Test" in seiner aktuellen Ausgabe getestet.
Wirksam vorbeugen lasse sich nicht: "Überall, wo Kinder die Köpfe zusammenstecken, können sich Kopfläuse vermehren", sagte Ulrich Fegeler, Kinderarzt und Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Die Läuse können sich sehr schnell fortbewegen und gelangen so von einem Kopf zum nächsten.
Wenn Kinder sich vermehrt am Kopf jucken, sollten Mütter und Väter aufmerksam werden. Besonders häufig ist der Nackenhaarbereich von Läusebissen betroffen - sie sind als kleine rote Flecken erkennbar. Am besten untersuchen Eltern die Köpfe ihrer Kindern, indem sie die Haare gegen den Strich bürsten. Finden sie kleine Eier, die fest an den Haaren kleben, sei die Diagnose eindeutig.
Eine Kopflaus erkennt man an ihren sechs Beinen und ihrem durchschnittlich drei Millimeter großen grauen Körper. Hat sie gerade Blut gesaugt, nimmt sie eine rötliche Farbe an. Nissen, also die Larven der Laus, erkennt man an ihrer Tropfenform und den weißlich schimmernden, leeren als auch bräunlich-gräulichen, ungeschlüpften Eihüllen. Sind Kopfläuse oder Nissen auf den Köpfen der Kinder "entlarvt" worden, ist es jetzt an den Eltern, das Problem effektiv und schnell zu lösen.
In der aktuellen Ausgabe von "Öko-Test" wird erklärt, dass das normale Haarewaschen Läuse nicht entfernt und letztlich der Gang zur Apotheke unumgänglich ist. "Neben insektizidhaltigen Präparaten, die als Nervengift wirken, sind seit einiger Zeit auch physikalisch wirkende Zubereitungen erhältlich, die die Läuse ersticken sollen", so Öko-Test. Abgeraten wird hingegen von Haarwaschmitteln, die Läuse abschrecken sollen. Für die Wirkung dieser Produkte fehlen laut Öko-Test die wissenschaftlichen Belege.
Vier Mittel gegen Läuse erhalten von "Öko-Test" die Bewertung "gut". Dabei handelt es sich um Präparate, die physikalisch wirken und auf Silikonen basieren. Diese Substanzen dringen ind ie Atemöffnungen der Läuse ein, so dass sie ersticken. Doch nicht alle Produkte konnten überzeugen: Sechs der insgesamt 13 untersuchten Mittel erhielten das Urteil "mangelhaft" oder sogar "ungenügend". Diese Produkte enthalten bedenkliche und umstrittene Stoffe wie zum Beispiel problematische Duftstoffe.
Theoretisch können Eltern die Parasiten auch bekämpfen, indem sie immer wieder mit einem feinzinkigen Läusekamm gründlich durch die Haare ihrer Kinder gehen. "Allerdings ist diese Methode sehr zeitaufwendig und muss akribisch durchgeführt werden", erklärt Ulrich Fegeler. Kissen oder Kuscheltiere sollten bei hoher Temperatur gewaschen werden, rät der Kinderarzt. Nicht waschbare Gegenstände können Eltern in einen Plastiksack stecken, diesen gut verschließen und für drei Wochen stehenlassen. Da die Larven sofort nach dem Schlüpfen Nahrung in Form von menschlichem Blut benötigen, verhungere das Ungeziefer dann.
Quelle: dpa , t-online.de
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