06.01.2012, 10:33 Uhr
Krebsforschung gibt neue Hoffnung für Kinder mit bestimmten Hirntumoren. (Quelle: t-online.de)
Hoffnung auf eine wirksame Therapie von bestimmten Hirntumoren bei Kindern: Münchner Forschern ist es gelungen, ein krebsförderndes Eiweiß medikamentös zu unterdrücken und so das Tumorwachstum bei den sogenannten Medulloblastomen zu hemmen. "Mit Hilfe dieser Erkenntnisse können wir möglicherweise direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerstören", wird Ulrich Schüller von der Universität München in einer Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe zitiert. Diese hat das Projekt mit 435.000 Euro unterstützt.
Das fragliche Eiweiß, das den wissenschaftlichen Namen FoxM1 hat, gehört zur Gruppe der Transkriptionsfaktoren: Diese Proteine steuern die Umsetzung der im Erbgut enthaltenen Informationen. Bei gesunden Menschen steuert FoxM1 das Zellwachstum, indem es die entsprechenden Gene bei Bedarf an- und wieder ausschaltet. Bei Krebszellen ist dieses System außer Kontrolle geraten - FoxM1 ist permanent aktiv, und die bösartigen Zellen vermehren sich ungehindert.
Die Forscher blockierten das Eiweiß nur in Krebszellen, gesunde Zellen wurden nicht beeinträchtigt, wie die Krebshilfe betonte. Das Eiweiß stelle einen Ansatzpunkt für neue Therapien dar, erklärten den Angaben zufolge die Forscher, die ihre Arbeit im November 2011 im Fachblatt "Clinical Cancer Research" veröffentlicht hatten.
Quelle: dapd
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