13.12.2010, 11:17 Uhr
Kommt die Vorschulpflicht? Familienministerin Schröder gefällt die Idee. (Bild: imago)
Um die Bildungschancen von Kindern aus Migrantenfamilien zu verbessern, sollen Sprachtests, Kindergartenbesuch oder Vorschule zur Pflicht werden. Besonders Politiker der CDU und CSU wollen mehr Druck machen.
Vorschulpflicht, neue Ganztagsschulen, mehr Geld für Bildung: Nach der jüngsten Pisa-Studie suchen Regierung und Opposition neue Wege, um insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien zu fördern. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zeigte sich offen für die Idee, ein Vorschuljahr zur Pflicht zu machen.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), verlangte verbindliche Sprachtests schon vor dem dritten Lebensjahr, um die Bildungschancen von Migrantenkindern zu verbessern. Sollten die Deutschkenntnisse nicht ausreichen, müsse der Besuch eines Kindergartens mit Sprachförderung zur Pflicht werden, sagte Böhmer der "Rheinpfalz am Sonntag".
Nach der jüngsten Pisa-Studie sind die Schulleistungen von Migranten zwar besser geworden. Trotzdem schneiden Kinder aus Familien, bei denen beide Eltern nicht in Deutschland geboren wurden, immer noch viel schlechter ab als Gleichaltrige mit deutschen Wurzeln. Insgesamt hängt der Bildungserfolg in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.
Familienministerin Schröder äußerte "sehr viel Sympathie" für die Idee ihrer CDU-Kollegin Julia Klöckner, in Rheinland-Pfalz ein verpflichtendes Vorschuljahr einzuführen. Im "Focus" wies sie darauf hin, dass nur etwa 80 Prozent der Migrantenkinder einen Kindergarten besuchten. Dies aber sei oft die Voraussetzung, um die deutsche Sprache richtig zu lernen.
Quelle: dpa
Ahjo. schrieb:
am 19. Januar 2011 um 21:52:46
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Warum sollten wir den Kindern die Kindheit rauben?
Ich bin absolut gegen Vor- und Ganztagsschule. Sowas gab es zu meiner Zeit noch nicht, und
aus meinem Jahr haben immerhin 120 von 123 Schülern das Abitur gemacht. Daran liegt es nicht. Ich bin jedoch für Sprachunterricht für Kinder, die kein Deutsch sprechen. Die Sprache ist das Problem und die Lösung - mit Deutsch 5 bekommt man keine Arbeit, egal wie wichtig Fremdsprachen sind. Außerdem sollte man über die Art des Lehrens nachdenken. Weniger Firlefanz, mehr richtigen Unterricht.
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Nanny schrieb:
am 19. Januar 2011 um 11:50:55
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Vorschulpflicht
Pflicht lehne ich auf jeden Fall ab - als Angebot ist es okay - aber es gibt noch genug Bereiche, in denen Geld fehlt für
Kinder, z. B. wenn die größeren Kinder von den Eltern gefahren werden müssen, weil keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren, mit denen die Kids nach Schulschluss bis in ihren Wohnort kommen. Mein Vorschulkind möchte ich jedoch keinen Tag zu früh gezwungen werden, es außer Haus zu geben
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Sunny schrieb:
am 19. Dezember 2010 um 08:49:58
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was ist wichtig?
Wichtiger wäre es, dass erst mal die Migranteneltern deutsch sprechen und sich in unsere Kultur einleben. dann sollte für
diese Kinder der Besuch des Kigas ab dem 3. Jahr verpflichtend sein. Dies allerdings auch für deutsche Kinder, die aus bildungsfernen Elternhäusern kommen. So bekämen auch diese Kinder die Möglichkeit, z.B. Bücher als etwas zum Leben gehörendes zu erleben.
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