05.04.2011, 17:05 Uhr | dpa; sca
Läusealarm: Wie sollten Eltern am besten gegen die hartnäckigen Parasiten vorgehen? (Bild: imago)
Läuse haben immer Saison. Gerade bei Kindern, die ihre Köpfe beim Spielen und Toben zusammenstecken. Lehrkäfte und Eltern sind besorgt, dass ihre Schüler und Kinder ebenfalls Läuse bekommen. Für die Behandlung von Kopfläusen gibt es eine große Anzahl verschiedener Mittel. Doch welche sind geeignet? Und was sollten die Eltern im Ernstfall unternehmen?
Die Auswahl an Mitteln ist recht groß. Einige Kopflauspräparate sind Arzneimittel. Das heißt, Eltern haben die Sicherheit, dass Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit behördlich überprüft sind. Erst nach erfolgreichen Tests werden diese Präparate zugelassen. Die Internetseite kopflaus.info nennt als die gängigsten Arzneimittel gegen Kopfläuse InfectoPedicul, Goldgeist forte und Jacutin Pedicul Spray. Die meisten Kopflausmittel sind allerdings Medizinprodukte, was sich an der Kennzeichnung "CE" auf der Verpackung erkennen lässt. Diese Kopflausmittel müssen weder von einer Behörde noch von einem anderen unabhängigen Dritten geprüft werden. Der Verbraucher ist alleine auf die Aussagen und Versprechen des Herstellers zur Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit angewiesen. Für den Anwender ist die Entscheidung daher schwer.
In der Regel werden bei diesen Mitteln aber Insektizide eingesetzt, die nicht unbedingt frei von Nebenwirkungen sind, da es sich um neurotoxische Substanzen handelt. Es gibt aber auch Mittel, die vollkommen ohne Insektizide auskommen, wie beispielsweise Etorpil oder das neue Medikament Liberalice DUO LP-PRO Lotion. Diese Mittel wirken rein physikalisch und ersticken Läuse und Nissen. Gleichzeitig werden die am Haar festklebenden Nissen gelöst und können so mit einem Nissenkamm entfernt werden.
Kopflausmittel mit dem Hilfsstoff Cyclometicon, das laut Internetseiten der Hersteller zum Beispiel in dem insektizidfreien Mittel "Etorpil" und in "Nyda" enthalten ist, können sich leicht entzünden. Deshalb sollten bei der Benutzung Flammen und intensive Wärmequellen gemieden werden, warnt die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Auch das Rauchen sei zu unterlassen. In einigen europäischen Staaten seien bereits Einzelfälle bekannt geworden, in denen sich entsprechende Medizinprodukte entzündet haben. Beim Auftragen des Kopflausmittels auf das Haar verdunste der Hilfsstoff Cyclometicon, der zu den Silikonölen gehört. Das zurückbleibende Dimeticon umhülle die Kopfläuse und ihre Nissen mit einem luftundurchlässigen Film. Dadurch ersticken sie. Dimeticon allein sei aber nur schwer entflammbar, meldet die Arzneimittelkommission.
Der winzige Parasit befällt vor allem Klein- und Schulkinder. Entgegen der verbreiteten Meinung hat Kopflausbefall aber nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Doch gerade wenn die Kleinen die Köpfe zusammenstecken, können sich die überaus lästigen, aber ungefährlichen Plagegeister ausbreiten. Die Übertragung durch Gegenstände wie Mützen, Kämme und Kopfkissen ist aber eher selten, da Läuse von einer regelmäßigen Blutaufnahme abhängig sind und ihren Wirt kaum freiwillig verlassen. Auch das häufig kursierende Gerücht, die Insekten hüpften von Mütze zu Mütze trifft nicht zu, denn Springen können die flügellosen Insekten nicht. Beim Kuscheln mit den Kindern ist Vorsicht geboten. Wenn der Sprössling sich zunehmend häufig am Kopf kratzt, sollte man ihn genauer unter die Lupe nehmen.
Fünf bis zehn Prozent der Mädchen und drei bis fünf Prozent der Jungen haben Kopfläuse, schätzt Dr. Michael Forßbohm von der Abteilung für Infektionsschutz am Gesundheitsamt Wiesbaden. Der Geschlechtsunterschied ist wahrscheinlich durch die unterschiedliche Haarlänge bedingt. Hingegen gebe es keine Belege dafür, dass der Kopflausbefall in den vergangenen Jahren zugenommen hat oder dass Kopfläuse als Reisemitbringsel importiert werden, betont Forßbohm.
Einmal auf dem Kopf, nützt das normale Haarewaschen gar nichts mehr - bestenfalls werden die Läuse sauberer. Kämmen kann vielleicht die Anzahl der Läuse auf dem Kopf geringfügig verringern, weil ein paar von ihnen verletzt werden und dadurch schließlich sterben. Doch: "Nur eine korrekte lokale Behandlung mit geeigneten Insektiziden kann einen sicheren Erfolg erreichen. Ziel dieser Therapie ist es, geschlechtsreife Läuse und Larven wirksam abzutöten", wie in einem Merkblatt für Ärzte zum Kopflausbefall, herausgegeben vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, nachzulesen ist. Weiter heißt es dort: "Günstig ist es, wenn auch die Eier erreicht werden, was nicht immer der Fall ist." kopflaus.info empfiehlt deshalb, die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit einzuhalten, eine ausreichende Menge an Wirkstoff aufzutragen, das Mittel gleichmäßig auf trocken frottiertem Haar zu verteilen und die Behandlung nach acht bis zehn Tagen zu wiederholen.
Diese Wiederholung ist wichtig, weil es sein kann, dass Larven, die noch geschützt in den Eiern saßen, die Behandlung überlebt haben und noch schlüpfen können. Larven schlüpfen sieben Tage nach der Eiablage, so dass spätestens am Tag acht nach der Erstbehandlung auch die letzte Larve geschlüpft ist. Eine Larve braucht zehn bis elf Tage, bis sie selbst geschlechtsreif ist und Eier ablegen kann. Bei einer Zweitbehandlung am Tag neun ist also sichergestellt, dass alle Larven aus Eiern ausgeschlüpft sind und selbst noch keine neuen Eier legen konnten. So kann die Zweitbehandlung den Lebenszyklus der Läuse unterbrechen und mit großer Wahrscheinlichkeit zur Lausfreiheit führen.
Immer wieder lesen und hören Sie davon, dass nach der Behandlung mit einem Läusemittel die Arbeit erst richtig losgeht. Da werden täglich die Betten abgezogen, die ganze Wäsche gewaschen, der Hund gekämmt, die Böden gewischt, die Polstermöbel desinfiziert und alles was nicht gewaschen werden kann, kommt für Wochen in Plastiksäcken in den Keller. Dies ist unnötig, da die Kopflaus sich fast ausschließlich auf dem Kopf ihres Wirtes aufhält und außerhalb des Kopfes nur einen Tag überlebt.
Läuse sind etwa zwei bis fünf mm lange, flügellose, graue oder hellbraune Insekten mit sechs Beinen. Sie krabbeln relativ schnell herum, verstecken sich am Kopf sehr geschickt, können aber nicht springen oder fliegen. Die Kopflaus ist bei uns die bei weitem häufigste Lausart. Die Kopflaus entwickelt sich in drei Stadien: aus dem Ei (Nisse) schlüpft nach sieben bis zehn Tagen eine Nymphe (Larve). Die Larve benötigt sehr rasch eine Blutmahlzeit, sonst stirbt sie in ca. ein bis zwei Stunden. Erwachsene Läuse stechen ebenfalls alle zwei bis drei Stunden, überleben aber auch zwei bis drei Hungertage. Die erwachsene Laus legt täglich bis zu zehn Eier, insgesamt etwa 100-200 Eier und klebt diese in der Nähe der Kopfhaut an die Haare. Der manchmal unerträgliche Juckreiz entsteht, wenn die Läuse bei ihren vier bis sechs täglichen Blutmahlzeiten Speichel absondern, damit das Blut nicht gerinnt. Die Kratzwunden können sich entzünden, durch eine bakterielle Infektion kann sich ein Ekzem entwickeln, besonders hinter den Ohren, im Nacken und am Hinterkopf.
Quelle: dpa , t-online.de
Das Insekt schrieb:
am 19. April 2011 um 09:09:23
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Läuse
wenn die Läuse nicht mehr weggehen ,dann Ameisen zum melken der Tierchen halten.
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Kammerjäger schrieb:
am 6. April 2011 um 09:27:12
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lausige Zeiten
Totalrasur oder (alter Wehrmachtstrick) die Haare mit Benzin waschen. Hilft garantiert!
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Conny schrieb:
am 6. April 2011 um 09:00:51
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Läuseschreck
Vor Jahren hatten unsere 6 Kids von einer Freizeit die Läuse mitgebracht.Bin in die Apotheke 1 LKW Jacutin Spray
holen,Versammlung im Bad und dann los.In der Zeit habe ich alle Betten abgezogen,gesaugt und desinfiziert.Nachdem ausspülen durfte erst jeder das Bad verlassen, wo alles fertig war.Jetzt lese ich muss man gar nicht.Dann 2 Jahre später hatten nur 2 von der Schule die Läuse mitgebracht.Habe davor aber schon von Österreich was bestellt.Bombig.Baden,Haare damit shampoonieren auswaschen
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