09.11.2011, 09:29 Uhr
Kinder sollten gegen Masern geimpft werden. (Quelle: imago)
In Deutschland werden 2011 so viele Menschen an Masern erkrankt sein wie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr. Bis Anfang November registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin bundesweit 1605 Fälle - das ist mehr als doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2010 (rund 800 Fälle). Kinderärzte sprachen sich dafür aus, einen umfassenden Impfschutz bei Kindern zur Bedingung für den Besuch einer Kindertagesstätte zu machen. In Aschaffenburg ringt derzeit ein sechsjähriges Mädchen mit dem Tod, das infolge einer Masern-Infektion an einer Gehirnentzündung erkrankt ist.
"Seit Jahren appellieren wir entsprechend an die Politik", erklärte Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann. Ein verpflichtender Impfschutz müsse insbesondere für Kitas gelten, in denen auch unter Einjährige betreut würden, und insbesondere für Krankheiten, die von Mensch zu Mensch übertragen würden.
Erwachsene, die mit Kindern zu tun hätten, sollten ihren Impf-Status überprüfen, sagte Hartmann weiter. Auch das Personal in medizinischen Einrichtung müsse entsprechend geschützt, eine Impfung Einstellungsvoraussetzung sein. Er erinnerte an den Fall eines 26-jährigen Mannes, der im Frühjahr in einem Münchner Krankenhaus an Masern gestorben war und Mitpatienten sowie Teile des Pflegepersonals angesteckt hatte.
Ließen Eltern ihre Kinder absichtlich nicht gegen Masern impfen, sei dies unterlassene Hilfeleistung. Sogenannte Masern-Partys seien Kindesmisshandlung, betonte der Kinderarzt. Bei solchen Treffen bringen Eltern ihre Kinder mit erkrankten Altersgenossen zusammen. Ziel ist die Ansteckung und Immunisierung.
Besonders viele Masern-Patienten gab es in Baden-Württemberg (524 Fälle) und Bayern (437 Fälle). Zuletzt waren 2006 rund 2400 Masern-Fälle in Deutschland auftreten: In dem Jahr hatte es eine größere Epidemie in Nordrhein-Westfalen gegeben. Danach war die Zahl der Infektionen auf unter 1.000 pro Jahr gesunken. In den Jahren 2001/2 hatte es Bayern größere Ausbrüche gegeben, 2008 in Baden-Württemberg.
Nach Angaben des RKI hatten von den Kindern, die 2009 eingeschult wurden, 96,1 Prozent die erste Impfung gegen Masern erhalten, aber nur 90,2 Prozent die zweite. Weit unter dem Bundesdurchschnitt lagen vor allem bei der Zweitimpfung Bayern (85,8 Prozent) und Baden-Württemberg (87,7 Prozent).
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rief Eltern dazu auf, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. Auch Erwachsene, die nach 1970 geboren seien, sollten ihren Impfschutz aufzufrischen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr. Dabei werden dem Kind abgeschwächte lebende Viren gespritzt, damit das Immunsystem Antikörper gegen die Viren entwickeln kann.
Offenbar bestehen aber gerade bei Masern Vorbehalte gegen eine Impfung: Nach Angaben des RKI hatten von den Kindern, die 2009 eingeschult wurden, 96,1 Prozent die erste Impfung gegen Masern erhalten, aber nur 90,2 Prozent die zweite. Weit unter dem Bundesdurchschnitt lagen vor allem bei der Zweitimpfung Bayern (85,8 Prozent) und Baden-Württemberg (87,7 Prozent).
Eine im Frühsommer veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab, dass die Mehrheit der Eltern Impfungen ihrer Kinder grundsätzlich positiv gegenübersteht, aber Vorbehalte gegen einzelne Impfungen hat. Gut ein Drittel (38 Prozent) stufte Masern als nicht gefährliche Erkrankung ein. Knapp 90 Prozent erklärten zugleich, Masern sind eine Krankheit, gegen die ihr Kind auf jeden Fall geimpft sein solle. Ein Prozent der Eltern lehnte Impfungen grundsätzlich ab.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte sich zum Ziel gesetzt, die Masern in Europa bis 2010 ausgerottet zu haben. Dazu hätten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein müssen.
Quelle: dapd
Mama 60 schrieb:
am 24. April 2012 um 21:04:06
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Impfschutz
Seit 20 Jahren gibt es dank Impf. keine neuen Fälle von Kinderlähmung mehr. Seht euch die zu letzt Erkrankten Ungeimpften an -
Machen ihren Eltern jetzt Vorwürfe? Körperverletzung - wenn ein Ungeimpf. ein Baby im noch nicht impffähigen Alter ansteckt. Impfpflicht wie in der DDR. In Kitas, Schulen und Arbeitsstellen. Stellt mal Impfschäden und schwere Kinderkrankh. statist. gegenüber - Ihr wäret überrascht.
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waldfee schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 02:50:23
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masernimpfung
bis vor 30-40 jahren waren die masern eine kinderkrankheit wie jede andere auch und die kinder haben sie bekommen und waren
immunisiert. jetzt wird das eine mädchen hervorgekrampt, welchem es leider sehr schlecht geht. aber warum erzählt eigentlich die impflobby nie was über die zahl der impfschäden durch unverträglichkeit und ischwermetalle in den beigemengten impfbeschleunigern ? die sind nämlich genauso hoch und noch größer, aber das ist ja profitschmälernd, also immer schön panikmache.
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jonny schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 02:45:37
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masern
ja, ja, wie war das: vor 3 jahren war es die vogelgrippe, vor 2 jahren die schweinegrippe, letztes jahr ehec, dann gabs noch sars und
und der alljährliche grippeschutzimpfungswahnsinn. glauben die menscheen wirklich, sie könnten sich gegen die millionen verschiedenen keime in der luft impfen lassen. warum lebt die menschheit eigentlich heute noch, wenn es damals keine impfungen gab?
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