20.10.2011, 16:50 Uhr
Die Meningokokken-Erkrankung kann sich zu einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung entwickeln. (Foto: imago)
Während der kalten Monate im Winter und Frühjahr nimmt das Risiko für eine Meningokokken-Meningitis deutlich zu. Denn wenn Menschen sich häufig auf engem Raum zusammen aufhalten, können sich die Erreger in winzigen Schleimtröpfchen aus Mund und Rachen besser verbreiten. "Eine Infektion mit Meningokokken kann anfangs einer Grippe ähneln, doch sie ist noch gefährlicher", warnt Martin Terhardt, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin.
Eine Meningokokken-Meningitis ist eher schwer zu erkennen. "Kinder bekommen sehr rasch sehr ausgeprägte Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen", erläutert der Mediziner. "Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Benommenheit, Verwirrung, Taubheitsgefühl in Händen sowie Füßen und ein schmerzhafter beziehungsweise steifer Nacken sind mögliche Anzeichen." Vor allem Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren erkranken.
Ihr Ratgeber vor, während und nach der Schwangerschaft. Mehr Informationen sowie den Link zum Download finden Sie hier. Eltern-App
Seit 2006 empfiehlt die STIKO, Kinder im zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken der Serogruppe C impfen zu lassen - eine in Deutschland verbreitete, besonders gefährliche Meningokokken-Art. Allen vor dem Juli 2005 geborenen Kindern, das heißt allen Schulkindern, die noch nicht geschützt sind, rät die STIKO zu einer nachträglichen Immunisierung. "Eltern sollten die Nachholimpfung nicht zu lange hinauszögern, denn für Teenager ist das Ansteckungsrisiko dann wieder besonders groß", warnt Terhardt. Diese Nachholimpfung gegen Meningokokken der Serogruppe C wird bis zum Alter von 17 Jahren von den Krankenkassen erstattet.
Pro Jahr infiziert sich weltweit etwa eine halbe Million Menschen mit Meningokokken. In Deutschland sind etwa 400 Menschen jährlich von einer Meningokokken-Erkrankung betroffen, zirka zehn Prozent der Patienten versterben, weitere zehn bis 20 Prozent behalten dauerhafte Behinderungen zurück. Meningokokken lösen in zwei Drittel der Fälle eine Hirnhautentzündung aus, etwa ein Drittel der Fälle entwickelt eine Blutvergiftung (Sepsis).
Sie haben Kinder oder sind dabei eine Familie zu gründen? Dann ist der kostenlose Newsletter von eltern.t-online.de der perfekte Ratgeber für Sie! Hier abonnieren
Diese Grafik zeigt noch einmal die wichtigsten Fakten zur Hirnhautentzündung.
Quelle: dpa
Tanja schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 14:33:16
(0)
(0)
Meningitis
Wir haben Aktuell schon wieder einen solchen Fall hier im Krankenhaus liegen, ist gerade noch durch die Nachrichten gekommen. Bei
uns in diesem Jahr schon der 8 Fall. Meine beiden Kinder habe ich Impfen lassen, so bin ich auf der Sicheren Seite.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special

Fieber, Halsschmerzen, Bauchweh? Hier finden Sie den richtigen Arzt für Ihr Kind. Kinderarzt-Suche