Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Eltern > Schulkind >

Mobbing: Wenn Schüler als Streber beschimpft werden

...

"Du blöder Streber!" Wenn gute Noten zum Albtraum werden

04.01.2011, 16:56 Uhr | rev

"Du blöde Streberin!": Nicht bei jedem Kind lösen gute Noten nur Freude aus. (Bild: imago)

"Du blöde Streberin!": Nicht bei jedem Kind lösen gute Noten nur Freude aus. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Für manche Kinder ist eine glatte Eins kein Grund zur Freude - sie werden als Streber in der Klasse verspottet und angefeindet, werden zum Mobbing-Opfer und leiden unter ihrer Außenseiterrolle. "Die Eltern sollten das Kind zunächst einmal trösten", rät der Eisenacher Schulpsychologe Ingo Wagenbreth. "Und sie sollten ihm sagen, dass es aus ihrer Sicht mit der guten Schulleistung alles richtig macht. Das stabilisiert das gehänselte Kind erst einmal."

Die guten Noten sind nicht das Problem

Dann aber sei Ursachenforschung angesagt: Wie konnte das Kind so ins Abseits geraten? Denn selten läge es nur an den Noten, sagt Wagenbreth: "Eine Studie der Uni Marburg zeigt, dass die meisten leistungsstarken Schüler sozial gut integriert sind. Viele dieser Kinder haben sehr viele Freunde, weil sie voller origineller Ideen stecken." Der klassische Streber habe oft auch im sozialen Bereich Defizite. Hier sollten die Eltern versuchen, ihr Kind zu stärken und zu fördern, Vereine zum Beispiel seien hier hilfreich.

"Im Extremfall bleibt nur der Schulwechsel"

"Der Lehrer hat ganz klar die Pflicht, sich schützend vor das gemobbte Kind zu stellen", sagt der Mitarbeiter des Schulamtes. "Er sollte versuchen, den Außenseiter in die Gruppe zurückzuholen. Vor allem im Interesse des Kindes, denn Einzelgänger haben es auch später im Leben schwer." Viele Lehrer hätten allerdings selbst Probleme, sich gegen mobbende Schüler zu stellen: "Da helfen oft nur Sanktionen, und davor schrecken viele Lehrer zurück. Sie wollen sich mit den 'starken' Schülern nicht anlegen und auch mit den Eltern nicht, die oft eine gewisse Reputation haben. Das sind nicht unbedingt die sozial Auffälligen - oft sind es gerade die Kinder der Eltern, die zum Beispiel im Elternrat sehr aktiv sind und mit denen der Lehrer es sich nicht verderben möchte." Der Einfluss der Eltern des betroffenen Kindes ist dann begrenzt: "Im Extremfall bleibt nur der Schulwechsel."

Die Opferrolle ablegen

Wichtig sei in jedem Falle, dass die Kinder soziale Strategien erlernen, um sich nicht mehr durch ihr Verhalten zum Opfer zu machen. "Sie müssen lernen, Hänseleien auch mal auszuhalten, den Übeltäter nicht durch die gewünschte Reaktion zu belohnen. Wer mit einem frechen Spruch dagegenhält oder auch einfach weggeht, sich nicht bei den Starken anbiedert in der Hoffnung, so Freunde zu finden, der wird als Adressat von Hänseleien bald uninteressant", rät Wagenbreth. Das können sich die Kinder zum Beispiel in der Schule durch Rollenspiele erarbeiten. "Wenn Täter und Opfer die Rollen einfach mal tauschen, werden den Kindern die Mechanismen am besten klar", rät der Psychologe. Auch offene Gespräche im Klassenverband, sogenannte Klassenkonferenzen, helfen: "Wenn der gehänselte Schüler offen darüber sprechen kann, fällt für den Mobber der Lustgewinn weg", sagt Wagenbreth.


Quelle: t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Mobbing: Wenn Schüler als Streber beschimpft werden" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Mobbing: Wenn Schüler als Streber beschimpft werden" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (21)

zum Forum

Thema: "Mobbing: Wenn Schüler als Streber beschimpft werden"

Nina schrieb: am 7. Januar 2012 um 16:19:37
(0) (0) Blödsinn
Was für ein Blödsinn, was der "Psychologe" da redet. Mobbingopfer sollen eine Mitschuld daran tragen, dass sie gemobbt
werden, weil sie oft "Defizite im Sozialverhalten" zeigen? Und die Mobber? Wie sozial ist es denn, sich Opfer zu suchen, um seinen Frust abzuladen? Ziemlich asozial. Erst denken, dann reden. Und sowas wird Psychologe...
mehr Kommentar melden

Cat schrieb: am 24. Februar 2011 um 13:39:58
(0) (0) Streber(Teil2)
Damit will ich nciht sagen,dass sich die klugen Kinder jetzt alle dumm stellen sollen.Eltern solltenihren Kindern einfach
erklären,dass die mobbenden Mitschüler sich dumm vorkommen, wenn man ihnen die eigenen guten Leistungen unter die Nase reibt oder über Themen spricht,die sie nicht verstehen oder zu denen sie keinen Zugang haben.Niemand fühlt sich gerne dumm und einem anderen Unterlegen, das führt dann leider oft zu aggressivem Verhalten von Mitschülern,das sollten kluge Kinder verstehen!!!
mehr Kommentar melden

Cat schrieb: am 24. Februar 2011 um 13:18:17
(0) (0) Streber(Teil 1)
Meiner Meinung nach sind "klugen Kinder"und"Strebern"nicht das Selbe!Der Untrschied liegt im Sozialverhalten!!! War selbst ne
recht gute Schülerin,wurde deswegen aber nie gemobbt.Die klugen Kinder in unserer Stufe,die als Streber beschimpft wurden,waren diejenigen,die kein Gespräch führen konnten,dass von nicht-schulischen Themen handelte.Wer 10 Fremdwörter in jedem Satz benutzen muss oder ständig auf seine guten Noten hinweisen muss, um zu zeigen wie klug er ist,macht sich damit keine Freunde!!
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Große Schuhvielfalt
Neue Frühlings-Trends von zalando.de

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr

Einkaufswelt
Mode von Laura Kent
Neue Frühlings-Trends von Laura Kent - bei WENZ

Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ

Einkaufswelt
Grills und Gartenkamine
Grills & Gartenkamine von plus.de

Jetzt aus über 150 Marken-Grills den passenden auswählen!
bei plus.de

Einkaufswelt
Sexy Kleider & Röcke
Kleider und Röcke für sexy Kurven - von happysize.de

Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

"Der FC Bayern sollte sich schämen"
Arjen Robben musste sich Pfiffe anhören. (Quelle: dpa)

Pfiffe gegen Robben sorgen für Eklat. mehr

Russische Omas singen beim Grand Prix
Die russischen Omas sind im Finale beim Eurovision Song Contest. (Quelle: dapd)

Ralph Siegel scheitert mit San Marino. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Eltern-Service
Kinderärzte in Ihrer Nähe
Kinderarztsuche (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fieber, Halsschmerzen, Bauchweh? Hier finden Sie den richtigen Arzt für Ihr Kind. Kinderarzt-Suche

Einkaufswelt
Globetrotter Ausrüstung
Outdoor-Ausrüstung von Globetrotter

Träume leben: Outdoor- und Reise-
ausstattung von Globetrotter.

Bettnässen
Therapien bei Bettnässen
 (Quelle: Archiv)

Kalendermethode, Klingelhose, Homöopathie - das sind gängige Therapien gegen Bettnässen.

Die kostenlose Eltern-App
Die T-Online Eltern-App Startseite (Foto: t-online) (Quelle: t-online.de)

Hier finden Sie den Link zum Download. App

Spielen & Freizeit
Unsicheres Spielzeug
Was Verbraucher beim Spielzeugkauf für Kinder wissen sollten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Giftig, mangelhaft, gefährlich? Worauf Eltern beim Spielzeugkauf achten sollten. Spielzeug


Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige