17.02.2010, 10:39 Uhr
Neurodermitis in der Kindheit kann die spätere psychische Verfassung beeinflussen. (Bild: Imago)
Ein Deutsches Forschungsteam hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass Neurodermitis in der frühen Kindheit die psychische Verfassung im späteren Leben beeinflussen kann. Dafür haben die Forscher rund 6000 Kinder, die zwischen 1995 und 1998 geboren sind, untersucht. Sie haben hierbei entdeckt, dass Kinder, die während der ersten beiden Lebensjahre an einer Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren häufiger psychische Auffälligkeiten zeigen als Gleichaltrige. "Dies deutet darauf hin, dass die Neurodermitis einer unausgeglichenen psychischen Konstitution von Kindern vorausgehen und sie fördern kann", so Studien-Autor Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München. Das heißt, dass Kinder, die unter Neurodermitis leiden, sehr häufig im späteren Leben psychische Probleme haben. An der Untersuchung waren auch Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und dem Marienhospital in Wesel beteiligt.
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