10.11.2010, 11:31 Uhr | Simone Blaß
Kinder mit Neurodermitis haben es in der Schule nicht leicht. (Bild: imago)
Starker Juckreiz, Rötungen und aufgekratzte Haut: Kinder mit Neurodermitis haben es in der Schule nicht leicht. Oft werden sie gehänselt oder fallen im Unterricht negativ auf. Damit sie dennoch erfolgreich lernen können, sollten ihre Eltern die Lehrer um Unterstützung bitten, rät die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in Bonn. Dies sei auch deshalb sinnvoll, weil die Krankheitssymptome sich durch psychische Belastungen wie Stress oder Schulangst noch verschlimmern können.
Atopisches Ekzem, atopische Dermatitis oder auch endogenes Ekzem - mit all diesen medizinischen Begriffen ist eine chronische Krankheit gemeint, von der vor allem Kinder betroffen sind: Neurodermitis. Zwischen zehn und zwanzig Prozent aller Kinder in Deutschland leiden darunter. Es handelt sich dabei um schubweise auftretende Hautentzündungen, die von einem quälenden Juckreiz begleitet werden und deren Behandlung nicht nur sehr langwierig ist, sondern auch oft von Rückfällen begleitet wird. Die Ursachen der Neurodermitis sind nicht eindeutig geklärt, sicher ist aber inzwischen, dass die Gene eine Rolle spielen.
Wenn ein Elternteil unter einer atopischen Erkrankung, also Neurodermitis, Heuschnupfen oder allergischem Asthma leidet, dann liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent, dass die Veranlagung vererbt wird. Sind beide Eltern betroffen, so steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 75 Prozent. Mögliche Faktoren, die dann das Auftreten einer Neurodermitis begünstigen, sind ein früher und intensiver Kontakt mit Allergenen, Umweltverschmutzung und die fehlende Auseinandersetzung mit Infektionserregern
Die Hautkrankheit ist zwar nicht ansteckend, kann aber bei Mitschülern ablehnende Reaktionen hervorrufen. Außerdem sorgt der Juckreiz nachts für Unruhe und Schlafstörungen, was zu Müdigkeit und schlechter Konzentration am folgenden Tag führt. Die DHA empfiehlt, die zuständigen Lehrer zu Beginn eines Schuljahres über die Erkrankung zu informieren. Um Leistungsdruck zu vermeiden, könnten sie betroffenen Kindern zum Beispiel mehr Zeit für Klassenarbeiten einräumen.
Wichtig sei auch, die betroffenen Kinder nicht wegen ihres unruhigen Verhaltens zu rügen oder ihnen das Kratzen zu verbieten, erklärt der Verein. Besser seien unterrichtstaugliche Kompromisse: So könnten die Kinder zum Beispiel ein Kratzklötzchen verwenden oder sich mit einem Knautschball ablenken. Den Sport- und Schwimmunterricht sollten sie vorzeitig verlassen dürfen, um Schweiß oder Chlorwasser abzuduschen und ihre Haut einzucremen. Während eines akuten Schubs kann es auch sinnvoll sein, die Kinder ganz vom Sportunterricht zu befreien.
Damit an Neurodermitis erkrankte Kinder aufgrund solcher Regelungen nicht zum Außenseiter werden, sollten die Lehrer unbedingt auch die Mitschüler einbeziehen, erläutert die DHA. Es müsse klar sein, dass es keine Bevorzugung, sondern ein Nachteilsausgleich ist.
Jeder Neurodermitiskranke benötigt eine individuelle Betreuung. Was dem einen hilft, kann beim anderen das Hautbild verschlechtern. Wundertherapien gibt es nicht, aber viele gute Behandlungsformen. "Die Behandlung ist vielschichtig und wird durch das klinische Bild bestimmt. In erster Linie kommen verschiedene Lokaltherapien zum Einsatz. Die Pflege der Haut des Kindes mit rückfettenden, hautstabilisierenden Salben und Bädern stellt die wichtigste Therapiemaßnahme dar", so der Fürther Hautarzt Dr. Karl Gall.
Er weist weiter darauf hin, dass je nach Befund Mittel zur Linderung des Juckreizes genauso zum Einsatz kommen wie Kortisonsalben zur Akutbehandlung. Obwohl diese inzwischen gut verträglich sind, gibt es auch kortisonfreie Cremes, so genannte Calcineurin-Inhibitoren, mit denen bereits gute Erfolge erzielt wurden. "Bei bakteriellen Superinfektionen sind dann antiseptische Lokaltherapien, in seltenen Fällen auch Antibiotika notwendig." Auf jeden Fall ist es sinnvoll, einen Allergietest durchführen zu lassen. Dann gilt es, die Allergene zu meiden und somit mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Besserung des atopischen Ekzems zu erreichen.
Ratgeber Gesundheit - Neurodermitis: Was Sie selbst tun können
Quelle: dpa-tmn , t-online.de
Hugoline schrieb:
am 15. November 2010 um 15:18:56
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Neurodermitis
Lehrer habe heute eine Nachlese betrieben. In meiner Stellungnahme habe ich ausdrücklich hervor gehoben, dass ich einen
verständnisvollen Rektor, der auch mein Klassenlehrer war, hatte. Das Elend sind nicht in den meisten Fällen die Lehrer, sondern die kackernden und keifenden Mütter, die ihre Kinder zu kleinen Monstern verwandeln. Ich behaupte, dass sie keinesfalls so geboren werden. Aber sie müssen angeleitet werden, und das sind die Mütter, die sich zu hysterischen Ziegen entwickeln können.
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Lehrer schrieb:
am 13. November 2010 um 11:22:36
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Neurodermitis
Ich bin Lehrer, ich kiümmere mich um alles. Neurodermitis ist mir sehr bekannt, ich achte im Untericht auf die evtl.
betroffenen Kinder. Die betroffenen Kinder haben höchste Anteilnahme. Nebenbei kümmere ich mich um Verkehrsunterricht, Drogenvorbeugung, Erste Hilfe, Brandschutz, aktive Pausengestaltung, Pausensport. Zu Hause behandle ich jemanden mit schwerster Psoriasis. Ich helfe allen, wo ich kann, sogar als Lehrer.
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Hugoline schrieb:
am 13. November 2010 um 11:18:16
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Neurodermitis
So, nun habe ich glaube ich genug geratscht, ich ermuntere alle jungen Mütter/Väter, sich bereits vor dem Kindergarten
darüber Gedanken zu machen, wie sie ihre Kinder fitt für das Leben machen. Dazu gehört es auch, dass es kranke, schielende, hinkende, gelämte u.u.u. Kinder gibt, die dankbar sind, wenn man sie in ihrer Mitte aufnimmt und ihnen hilft, wenn sie es brauchen. sie sind in ihrer Seele so normal wie sie, und freuen sich auch, dass sie leben dürfen. Auch geistig sind sie nicht behindert
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