07.04.2009, 12:50 Uhr | Robert Scholz
Dopplersonografie
Außerhalb der drei Ultraschall-Regeluntersuchungen kann mit der Dopplersonografie vor allem die Herzfunktion des Babys untersucht werden. Diese Technik erlaubt die Bestimmung der Geschwindigkeit des Blutflusses - wichtig, zur Beurteilung und Entdeckung von Herzklappenfehlern und Verengungen, Verschlüssen oder Kurzschlüssen der Blutgefäße.
3D- und 4D-Ultraschall
Die einzelnen Ultraschallverfahren laufen letztlich auf eine immer bessere optische Darstellung des untersuchten Bereiches hinaus, dadurch unterscheiden sie sich. So können die Verfahren im 2D- bis zum 4D-Bereich (Hinweis f. d. Red., hierzu liegt ein längerer Text vor/Link: 4D-Ultraschall) andere Dimensionen in die Darstellung integrieren und damit die Beurteilung einer Auffälligkeit verbessern.
Echokardiografie / Fetometrie
Die Begrifflichkeiten sind für Laien meist verwirrend. So ist die fetale Echokardiografie nichts anderes, als eine Ultraschalluntersuchung des Baby-Herzens. Die Fetometrie bezeichnet das Ausmessen des Fetus im Mutterleib mittels Sonografie. Die Begriffe sonografische Feindiagnostik, Organscreening oder Fehlbildungsultraschall, werden alle synonym für den Feinultraschall verwendet. Dieser wird ausschließlich von Spezialisten durchgeführt.
Nasenbeinmessung
Die Nasenbeinmessung, welche ab der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann, gilt seit 2001 als Hinweis auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Ausbildung eines Down-Syndroms (Trisomie 21). Fehlt das Nasenbein zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft, so „ (…) ist die Wahrscheinlichkeit des Down-Syndroms 150 mal so groß wie bei normal entwickelten Föten (…)“, so das Fazit des Untersuchungsberichtes, zitiert auf http://www.trisomie21.de/nasenbein.html mit Stand vom 19.12.2008.
Nackentransparenzmessung
Eine weitere nicht-invasive Maßnahme mittels Ultraschall ist die Nackentransparenzmessung. Sie misst die Flüssigkeitsmenge im Nackenbereich des Babys und kann bei übernormal vergrößerten Mengen ein Hinweis auf Chromosomenbesonderheiten oder einen Herzfehler sein.
Untersuchungen zur Hormonkonzentration im Blut der Mutter gehören ebenfalls zu den nicht-invasiven Verfahren. Dazu zählen der Triple- und Quadruple-Test, sowie das Erst-Trimester Screening und das integrierte Screening.
Triple- und Quadruple-Test
Dieser Test wir in der 14. – 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt und gilt als umstritten wegen seiner vergleichsweise unsicheren Ergebnisse. Auf Basis der Konzentration von drei Hormonen im Mutterblut, wird versucht, Rückschlüsse auf das Vorhandensein von chromosomalen Störungen, wie auch einer Fehlentwicklung des zentralen Nervensystems, zu ziehen. Kommt ein viertes spezifisches Hormon in dieser Betrachtung dazu, dann wird von einem Quadruple-Test gesprochen.
Erst-Trimester Screening
Dieses Verfahren kombiniert die Werte der Nackentransparenzmessung mit den Laborwerten zweier Komponenten aus dem Blut der Mutter.
Integriertes Screening
Hier werden verschiedene biochemische Blutparameter in ihren jeweiligen Konzentrationen getestet und dann versucht, daraus Rückschlüsse zu ziehen.
Robert Scholz
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