24.04.2009, 14:52 Uhr | mmh
Baby wird mit Karottenbrei gefüttert. (Bild: Imago)
Für das Baby nur das Beste: Doch in Brei-Gläschen steckt das nicht immer. "Öko-Test" fand in 14 Gläschen mit Gemüsebrei für Babys die gesundheitsschädlichen Stoffe Benzol und Furan. Benzol kann die Keimzellen schädigen, Furan krebserregend wirken. In derselben Ausgabe der Zeitschrift findet sich ein Test von Karottensäften auf ihren Benzol-Gehalt.
Wer dachte, mit "Bio" auf Nummer sicher zu gehen, irrt: Vor allem in dem Alnatura-Produkt (mangelhaft) "Pastinake mit Kartoffeln" und dem "Frühkarotten mit Kartoffeln"-Brei von Hipp (ungenügend) fand sich ein stark erhöhter Furanwert. Die Eigenmarken der Märkte "dm" und "Penny", Babylove und Babytime, hingegen zeigten im Test die geringsten Werte und wurden mit "gut" bewertet. Getestet wurden 14 reine Gemüsegläschen, hauptsächlich in Bio-Qualität, die für Babys ab dem fünften Lebensmonat empfohlen werden.
Früher sorgten die Schadstoffe aus den Deckeln, die in den Brei gelangten für schlechte Ergebnisse. Dieses Problem haben die Hersteller nun im Griff. Die Tester vermuten, dass sich durch die starke Erhitzung der Gläschen in einem geschlossenen System - ähnlich wie bei dem Krebsgift Acrylamid - das krebserregende und keimzellenschädigende Benzol und das bei Tierversuchen krebserregende Furan bildet. Die Furanwerte sind seit dem letzten Test 2005 sogar gestiegen. Allerdings gibt es für Furan bisher noch keine gesetzlichen Grenzwerte. Dennoch gibt es eine offizielle Empfehlung, den Stoff zu minimieren. Untersuchungen zu dessen Wirkung werden vorangetrieben.
Die gute Nachricht aus dem "Öko-Test": Entwarnung beim Keimbefall und bei Pestizidrückständen. Die Untersuchung der Gläschen hierauf zeigte keine Auffälligkeiten. Die Deckel sind für den Inhalt unbedenklich. Nur bei der Entsorgung der Deckel in der Müllverbrennung könnten gesundheitsschädliche Dioxine entstehen.
Die Hersteller schienen wohl nicht überrascht, als "Öko-Test" sie mit den Ergebnissen konfrontierte. Häufig erhielten die Tester den Hinweis, es gebe ja keine Beurteilungskriterien offizieller Stellen. Sie sprachen von "unvermeidbaren Mengen an Furan und Benzol, die sich bei der Zubereitung bilden". "Öko-Test" erhielt ausgesprochen zahlreiche Gegengutachten der Hersteller zum Benzolgehalt, daraufhin wiederholten sie einige ihrer Labortests noch einmal - mit gleichbleibenden Ergebnissen.
Es gehe kein Risiko von den gefundenen Stoffen aus, so die Hersteller. Das aber widerspricht laut "Öko-Test" den Erkenntnissen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann allerdings keine abschließende Bewertung des gesundheitlichen Risikos vornehmen, das für den Verbraucher mit dem Verzehr von mit Furan belasteten Lebensmitteln verbunden ist. Da es sich bei Furan um eine erbgutverändernde und krebsauslösende Substanz handele, müsse - so das BfR - vorrangig ermittelt werden, wie hoch die Exposition des Verbrauchers über Lebensmittel ist. Das BfR empfiehlt den Herstellern, nach geeigneten technischen Maßnahmen zu suchen, um den Furangehalt in Lebensmitteln zu senken. Zum Stoff Benzol, der als krebserregend und keimzellenschädigend gilt, sagt das BfR, es könne heute keine Menge für derartige Stoffe angegeben werden, die als unbedenklich gilt.
Quelle: t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special

Kinder und Kuscheltiere - das ist eine echte Beziehung. Darum ist der "Eigengeruch" so wichtig. mehr