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Pausenbrot: Gesunde Ernährung für die Schule

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Lernmotivation aus der Pausenbox

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Voller Bauch studiert nicht gern, aber ein leerer noch weniger. Hunger bremst die Konzentration, und der Stoff, der das Magenknurren stoppt, ist wichtig für Konzentration, Leistung und Wohlbefinden. Denn Kinder bringen an einem Schultag Höchstleistung, deshalb sollte ihre Ernährung darauf abgestimmt sein.

Boxenstopper oder Frühstücksmuffel?

Traube für Traubeaus der bunten Box verschwindet in dem kleinen Mund, gefolgt von kirschgroßen Cocktailtomaten, dazwischen ein paar Bissen vom Vollkornbrot, abwechselnd dazwischen Gurkenscheiben und Paprika-Streifen, dann geht’s mit voller Power los zum Fangen spielen und zum Gummi-Twist. Fröhlich lachend auf dem Weg in den Klassenraum noch ein paar Schluck Wasser aus der Trinkflasche. Haben sie so ein wunderbares Kind? Sind Sie so eine vorbildliche Mutter, die konsequent nur gesundes Essen angeboten hat und es auch noch geschafft hat, das Kind dafür zu begeistern? Oderhaben sie ein Kind, das das unberührte Pausenbrot wieder mit nach hause bringt und genau weiß, was es nicht mag: Nämlich genau das, was die Eltern in die Pausenboxgepackt haben. Eines vorneweg: Es gibt sie trotzdem und wird sie immer geben, die Pausenbrotmuffel und Nicht-Frühstücker, egal, was man ihnen anbietet. Aber es gibt Tricks, wie man sie dennoch kriegt.

Energie und Nährstoffe tanken

Grundschulkinder im Alterzwischen sieben und zehn Jahren benötigen je nach Körpergröße und ihren Aktivitäten zwischen1600 und 2200 Kilokalorien Energie pro Tag, am besten auf mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, damit sie nicht in ein "Loch fallen" und sowohl für Schule als auch für Freizeit genug Energietanken. Vollwertig heißt das Zauberwort. Das bedeutet die gesamte Palette soll vertreten sein: Gemüse, Obst, Getreide und Milchprodukte. Dabei sollten Frühstück und Pausenbrot ein Drittel der täglich benötigten Energie liefern, natürlich möglichst aus nährstoffreichen Lebensmitteln. Denn Kinderkörper können Energie noch kaum speichern. Diese ersten Mahlzeiten müssen die über Nacht verbrannte Energie wieder nachfüllen. Gehen sie ohne Frühstück aus dem Haus und nehmen auch kein Pausenbrot mit, besteht die Gefahr von Konzentrationsmangel, Müdigkeit oder Übelkeit im Lauf eines angefüllten Kindertages.

Pausenbrot ist immer noch üblich

Immer noch nehmen fast alle Kindereinen Pausen-Imbiss von zuhause mit, bei den meisten gehören ein belegtes Brot und ein Stück Obst in die Tüte oder Box, jeder Vierte nimmt auch regelmäßig Gemüse mit, genauso viele allerdings auch Kuchen und süßes Gebäck oder Schokoriegel und andere Süßigkeiten. "Standard-Belag" ist eine Scheibe Wurst, Schinken oder Käse auf Vollkornbrot, das nicht allzu grob sein sollte.

Anteil der Schüler, die an Schultagen frühstücken

6 - 7 Jahre

93 Prozent

8 - 11 Jahre

84 Prozent

ab 12 Jahre

73 Prozent

(Quelle:Deutsche Gesellschaft für Ernährung,DGE)

Zentrale Rolle: Blutzucker

Der Blutzuckerspiegel spielt die wichtigste Rolle für die Leistungsfähigkeit. Der Blutzuckerspiegel ist die Konzentration von Glucose, also Traubenzucker im Blut. Aus der Verwertung dieser Glucose ziehen Gehirn und Nervenzellen ihre Energie. Nur wenn der Blutzuckerspiegel ausgeglichen ist, ist auch die Leistungsfähigkeit konstant, also der Energie-Tank für Spiel und Schule voll, der Motor läuft rund. Bei einer längeren Nahrungspause sinkt dieser Spiegel unter den Normalwert von 80bis 100 mg Glucose pro100 ml Blut, damit sackt auch die Leistungskurve ab.

Streitfrage Süßigkeiten

Viele Elternabende diskutieren die Frage: Sollten Süßigkeiten generell verboten sein oder soll das jede Familie selbst entscheiden? Viele Eltern wollen ihren Kindern mit einem Schoko-Riegel oder ein paar Keksen den harten Schultag versüßen, andere lehnen dies total ab und wollen auch nicht, dass durch andere Begehrlichkeiten hervorgerufen werden. Probleme an Süßigkeiten sind Kalorien und Karies. Die Kinder können ja nach der Pause nicht Zähne putzen, außerdem gewöhnen sie sich an bestimmte Geschmacksverstärker wie Süßungsmittel, Farbstoffe und künstliche Aromen. Das wiederum kann auch Allergien auslösen. Außerdem regt das Süße die Insulinproduktion an und verstärkt dadurch das Hungergefühl. Dasselbe gilt auchfür die Pausengetränke. Wasser ist am besten, alles andere sollte ungesüßt sein, Tee oder Fruchtsaftschorlen im Verhältnis eins zu drei gemischt.

Mehrere Boxenstoppsstatt einmal voll tanken

Mehrerekleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten garantieren einen relativ gleichbleibenden Blutzuckerspiegel. Die Glucose, die der Körper aus stärke- und ballaststoffreichen Lebensmitteln zieht, gelangt dabei langsam ins Blut und verhindert so starke Schwankungen in der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Frühstück und Pausen-Imbiss sollten sich sinnvoll ergänzen. Folgende Komponenten sollten enthalten sein: Vollkornprodukt, Milchprodukt, Obst, Gemüse, ausreichend Getränke.

Die Frühstücksmuffel

Manche Kinder - auch Erwachsene- bringen morgens keinen Bissen hinunter, selbst wenn sie Zeit hätten und der Tisch reich und schön gedeckt ist. Viele lehnen auch Getränke ab, egal ob heiß oder kalt. Zwingen Sie die Kinder nie etwas zu essen. Dadurch würden die Weichen für späteres Essverhaltenfalsch gestellt. Doch gerade Kinder, die nicht frühstücken, sollten ein gutes Pausenbrot dabei haben, um nicht in ein Leistungstief zu fallen.

Abwechslung regt den Appetit an

Es gibt so viele Sorten von Aufstrichen, Käse und Wurst, so unterschiedliche Brotsorten, da fällt es nicht schwer zu variieren. Auch die „Zugabe“ kann immer wieder anders sein. Das bringt Abwechslung und das Kind lernt neue Dinge kennen, sie können testen, was ihm am besten schmeckt. Allerdings gibt es auch Kinder, die tatsächlich jeden Tag Schmierwurst auf dergleichen Sorte Brot essen wollen, ihre gesamte Schulzeit hindurch. Auch das müssen sie akzeptieren. Sehen Sie es positiv: Es macht die Vorbereitung einfacher.

Warum immer Brot?

Joghurt, Früchte-Quark, Grießbrei, Milchreis .... Mmmmh, lecker! Schade, dass man das nicht mit in die Schulenehmen kann. Kann man doch! Die Becher aus dem Kühlregal sind meist genau so portioniert, dass Kinder sie auf einmal essen können. Stecken sie den Becher in eine etwas größere gut schließende Plastik-Box, Plastiktüte mit Klipp drum herum, Löffelrein, Klipp zu - und nichts kann auslaufen. Fast wie eine Lunch-Box im Flugzeug. Selbstgemachte Löffel-Snacks können sogar noch besser auf Appetit und Geschmack des Kindes abgestimmt werden. Und außerdem ist da schon die tägliche Milchration drin. Vorteil: Man kann das Pausenpaket komplett abends vorbereiten und in den Kühlschrank legen. Das heißt: Morgens nur ein Handgriff, schwups ist der Pausensnack vom Kühlschrank im Ranzen. Dort übersteht es –wenn es nicht gerade Hochsommer ist und 30 Grad hat- die ersten Stunden bis zur großen Pause.

Der Geschmack ändert sich

Ihr Teenager legt vermutlich keinen Wert darauf, dass der Apfel im Zackenmuster rundum halbiert ist? Oder einlustiges Motiv die Brot-Box ziert? Seien Sie also flexibel. Viele Mädchen haben eine vegetarische Phase, achten extrem auf Kalorien oder nehmen nur noch Bio-Produkte zu sich. Nutzen Sie die Chance, selbst Neues auszuprobieren.

Der "Mir-schmeckt-das-nicht“-Typ

Jeden Tag kommt die liebevoll geschmierte, geschnippelte Mahlzeit wieder unberührt zurück? Andere haben angeblich immer Chips und Schoko-Brote oder süße Riegel dabei? Finden Sie mit ihrem Kind heraus, was in die Box soll.  Mitbestimmung stärkt den Appetit. Erklären Sie, warum gesunde Ernährung wichtig ist.


Quelle: t-online.de

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