13.12.2011, 08:29 Uhr | dapd
Die Drogeriekette dm ruft vorsorglich die Babypflegeserie "Molkemichel" zurück. In einigen Produkten der Serie sei eine erhöhte Keimanzahl des Darmbakteriums Enterobacter gergoviae festgestellt worden, teilte das Unternehmen am 12. Dezember mit.
Bei regelmäßigem Kontakt könne dies beispielsweise bei bestehenden Hautverletzungen zu einer Infektion mit diesem Keim führen. Kunden, die Produkte dieser Serie gekauft haben, sind aufgerufen, diese nicht zu verwenden und sie in einem dm-Markt oder in einer Budnikowsky-Filiale zurückzugeben. Weitere Informationen bekommen Verbraucher beim dm-Service-Center unter der Nummer 0800 365 86 33.
Enterobakterien sind für gesunde Menschen in der Regel harmlos. Gefährlich werden sie für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, oder wenn sie in Wunden eindringen. Diese Bakterienart kann unterschiedliche Erkrankungen auslösen, beispielsweise Blutvergiftungen, Entzündungen der unteren Atemwege, Harnwegsinfektionen, Augenentzündungen und Entzündungen an Organen. "Enterobacter gergoviae gehören zu einer Bakterienart, die überall in der Umwelt vorkommt. Sie können bei gesundheitlich geschwächten Menschen oder bei Menschen nach einem chirurgischen Eingriff gelegentlich zu bakteriellen Infektionen führen. Die Keime sind oftmals gegen Antibiotika resistent, was eine Behandlung erschwert", schreibt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2009. damals war das Bakterium in Duschgel nachgewiesen worden.
Dass Kosmetikartikel mit Enterobakterien belastet sind, kommt gar nicht so selten vor. Das EU-Verbraucherwarnsystem RAPEX verzeichnete in den zurückliegenden Jahren aus diesem Grund diverse Rückrufe von Babyshampoo, Babycreme, Make-up, Waschgel, Mascara, Zahnpasta, Gesichtsmilch und Duschgel.
dapd
Anton Antwort schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 15:24:45
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@xyz
Ganz einfach, XYZ: mangelhafte Hygiene bei der Produktion und Abfüllung. der Keim kommt überall vor, auch beim Bandarbeiter, der
zwischendurch mal aufs Klo muss und mit seinen ungewaschenen Händen danach die Produktionsanlagen anfasst. So einfach ist das....
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XYZ schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 21:42:21
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woher?
Wie kommen diese Keime bitte in Pflegeprodukte?
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