25.10.2011, 09:55 Uhr
Wenn durch Polypen Hörprobleme entstehen, ist ein operativer Eingriff sinnvoll. (Foto: imago)
Sogenannte Polypen - vergrößerte Rachenmandeln - können das Hör- und Sprachvermögen von Kindern beeinträchtigen. Bei den betroffenen Kindern sammele sich häufig Flüssigkeit im Mittelohr an, erklärt Doris Hartwig-Bade, Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.
Bei einer Entfernung der Rachenmandel werde dieser "Paukenerguss" abgesaugt. In einigen Fällen werde auch ein "Paukenröhrchen" gesetzt, dass die Belüftung des Mittelohrs garantiere und ein normales Hören ermögliche.
Die Größe der Rachenmandel nehme im Laufe des Körperwachstums ab, erklärt die Expertin. Eine operative Entfernung sei dann sinnvoll, wenn die Wucherung zu stark sei und Hörprobleme verursache. "Denn ein gut funktionierendes Gehör ist die Voraussetzung für eine gesunde Sprachentwicklung", betont Hartwig-Bade. Sie empfiehlt Eltern, bei ihrem Kind auf eine eventuelle Schwerhörigkeit zu achten und die gesetzlich angebotenen Höruntersuchungen, angefangen mit dem Neugeborenen-Hörscreening, in Anspruch zu nehmen.
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Quelle: dapd
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