29.06.2011, 15:43 Uhr
Selbst wenn das Elterngeld nach neuer Berechnung geringer ausfällt, verstößt das nicht gegen das Grundgesetz. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Das Elterngeld soll Einkommensausfälle ersetzen, nicht längere Auszeiten aus dem Erwerbsleben fördern. Das Bundesverfassungsgericht weist die Klage eine vierfachen Mutter auf mehr Geld ab. Die Regelungen zur Berechnung des Elterngeldes verstoßen nicht gegen das Grundgesetz - auch wenn Eltern wegen der Betreuung eines vorangegangenen Kindes weniger Geld erhalten. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem veröffentlichten Beschluss. Die Berechnung verletze weder die Gleichberechtigung von Männern und Frauen noch den Schutz von Ehe und Familie (Az. 1 BvR 2712/09).
Das Elterngeld richtet sich nach dem Einkommen in den zwölf Monaten vor der Geburt eines Kindes. Bei der Berechnung werden auch Zeiten einbezogen, in denen die Eltern wegen eines anderen Kindes kein Einkommen erzielten. Nicht berücksichtigt werden hingegen Zeiten, in denen für andere Kinder Elterngeld oder Mutterschaftsgeld gezahlt wurde. Das führt zu einer Minderung der Leistung. Hiergegen hatte eine Mutter von vier Kindern geklagt.
Die Regelungen seien jedoch mit dem Grundgesetz vereinbar, so die Richter. Ziel des Elterngeldes sei unter anderem eine partnerschaftliche Verteilung der Erziehungsaufgaben zwischen Müttern und Vätern. Das Elterngeld diene dazu, ausgefallenes Einkommen zu ersetzen. Der Gesetzgeber müsse es finanziell hingegen nicht unterstützen, wenn ein Elternteil - meist die Frau - langfristig aus dem Berufsleben ausscheide. Auch bei der Familienförderung habe der Gesetzgeber einen Gestaltungsspielraum.
Den Schutz von Ehe und Familie sehen die Karlsruher Richter ebenfalls nicht verletzt. Mit Elterngeld und Elternzeit werde "die Möglichkeit der Eigenbetreuung von Kindern bereits in beachtlichem Umfang gefördert", heißt es in der Entscheidung. "Zu einer weitergehenden Förderung der Kindesbetreuung innerhalb der Familie war der Gesetzgeber verfassungsrechtlich nicht verpflichtet."
Das Elterngeld beträgt 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens, bis zu einem Höchstbetrag von 1800 Euro. Es wird für zwölf oder sogar 14 Monate gezahlt, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen.
Quelle: dpa
goldfisch schrieb:
am 1. September 2011 um 20:46:24
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elterngeld
wenn ich mich zurück erinnere als unsere kinder klein waren .da haben wir fast garnichts bekommen in den 80zigern.wir bekommen ja
so und so bald keinen deutsche kinder mehr.dafur sorgen andere die schon genug von uns leben.ein hoch dem tollen deutschland .gut das wir im eigenen land erst als dritter kommen.
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GERDA schrieb:
am 4. Juli 2011 um 22:16:09
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MEHR GERECHTIGKEIT !
Die RICHTER sollten auch mal berechnen was REICHE und BESSERVERDIENER
an ELTERNGELD bekommen und WARUM ????? denn das
ist UNGERECHT denen
gegenüber, die es wirklich brauchen und drauf angewiesen sind ! das heist -
wenn ein ELTERNTEIL mehr als 3500 € netto monatlich verdient - sollte KEIN ELTERNGELD bekommen.......und wenn doch -werden die sich wahrscheinlich einen schönen 4 wöchigen URLAUB davon leisten ...... !
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