20.07.2011, 13:24 Uhr
Schon mit drei Jahren haben Kinder ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl. (Foto: dpa)
Wenn du mir hilfst, bekommst du auch was ab: Schon im Alter von drei Jahren haben Kinder beim Teilen ein gutes Gespür für Gerechtigkeit. Sie geben anderen Kindern eher etwas von ihren Spielsachen ab, wenn diese ihnen zuvor beim Ergattern derselben geholfen haben. Kinder, die nicht halfen, bekamen seltener etwas ab, berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig.
Schimpansen machten diesen Unterschied nicht, schreiben die Forscher im Fachblatt "Nature". Dies deute darauf hin, dass das Verhalten ein Erbe unserer Vorfahren ist, die gelernt hatten, nach der gemeinsamen Nahrungssuche ihre Beute untereinander gerecht zu teilen. Zwar machen Schimpansen manchmal in Gruppen gemeinsame Jagd auf andere Affen - ihre Beute teilen sie anschließend aber nicht friedlich untereinander auf, sondern werden durch aggressive Artgenossen quasi dazu genötigt.
Menschenkinder dagegen teilen schon früh mit anderen Kindern, schreiben die Forscher um Katharina Hamann vom Max-Planck-Institut. Je älter sie werden, desto gerechter gehen sie dabei vor.
Die geistige, emotionale und soziale Entwicklung hängt maßgeblich davon ab. zum Video
Quelle: dpa
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