09.05.2011, 08:59 Uhr
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) beim Rundgang während der bundesweiten Aktionswochen der Jugendämter. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will ungewollt kinderlose Paare besser unterstützen. Dazu sollten die finanziellen Hilfen bei der künstlichen Befruchtung wieder aufgestockt und die Regeln für Adoptionen gelockert werden, sagte Schröder der "Süddeutschen Zeitung". Früher wurden bis zu vier Befruchtungsversuche voll finanziert, seither noch drei zur Hälfte. Schröder möchte das rückgängig machen. Statistiken zeigten, dass sich durch die damalige Entscheidung die Zahl der Versuche halbiert habe. "Hier gibt es einen glasklaren Zusammenhang zwischen staatlicher Politik und der Anzahl der Geburten. Deshalb müssen wir was tun."
Daneben möchte die Ministerin die Regeln für Adoptionen aufweichen. Das gilt besonders für die derzeitige Altersgrenze von 40 Jahren und die Auflage, dass ein Elternteil dem Kind die ungeteilte Zeit zuwenden, also seine Arbeit ganz aufgeben muss. Das seien zwar nur Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, aber sie wirkten wie klare Grenzen, sagte Schröder. "Aber diese Regeln sind anachronistisch - da hat man nicht Schritt gehalten mit den Entwicklungen der letzten Jahre."
Quelle: dpa
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