28.10.2010, 09:03 Uhr
Beide Seiten profitieren vom gemein- samen Unterricht. (Bild: imago) (Quelle: imago)
Die Berliner Heinrich-Zille-Grundschule hat am Donnerstag für ihren gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern den Jakob-Muth-Preis erhalten. Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wird alljährlich von der Bundesregierung, der UNESCO und der Bertelsmann Stiftung ausgelobt.
Der Preis ist nach dem Pädagogen Professor Jakob Muth benannt, der sich zu Lebzeiten stark für die Integration behinderter Kinder in das Schulsystem engagiert hat. Er soll Schulen ermutigen, Konzepte des gemeinsamen Lernens zu erproben, wie die Bertelsmann Stiftung am Montag mitteilte. Neben der Berliner Schule sind auch die Montessori-Gesamtschule aus Borken (NRW) und die Waldschule aus Flensburg ausgezeichnet worden.
Schüler mit Förderbedarf haben nach Angaben der Stiftung an Regelschulen wesentlich bessere Chancen. Die Förderschule verließen drei Viertel der behinderten Kinder ohne Abschluss. Dennoch sei der gemeinsame Unterricht die Ausnahme. Im internationalen Vergleich liege Deutschland mit einer sogenannten Inklusionsquote von 18,3 Prozent weit hinter den skandinavischen Ländern sowie Spanien und Italien zurück.
Quelle: dapd
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