09.09.2010, 10:43 Uhr | Jenni Zwick
Auch mit Babybauch im Job fit bleiben. (Bild: Archiv) (Quelle: t-online.de)
Die Meinung, dass Sport während der Schwangerschaft ein Tabu wäre, ist längst passé. Frauen, die während ihrer Schwangerschaft Sport treiben, leiden weniger an Müdigkeit, Übelkeit, Krämpfen, Rückenschmerzen, Krampfadern oder Thrombosen - so eine Studie der Sporthochschule Köln, bei der 60 Frauen sechs Wochen vor und zwölf Wochen nach der Geburt begleitet wurden. Trotzdem ist es für viele Schwangere schwer, den Sport in ihren Alltag einzubauen - zu anstrengend ist die Zeit im Büro. Sie können sich nach ihrer Arbeit kaum aufraffen und möchten am liebsten nach Hause auf die Couch. Wir haben mit einer Gesundheitsexpertin gesprochen, wie Sie der Fitness-Falle entgehen und wie Sie sich im Büro fit halten können.
Bewegung macht den Kopf frei. Das ist gerade für Frauen wichtig, die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen. Schließlich müssen sie während der Schwangerschaft ihren Job genauso gut meistern wie bisher. Viele Frauen, die Karriere machen möchten, scheuen gerade deshalb davor, ein Kind zu bekommen: Sie haben die Befürchtung, dass sie nicht leistungsfähig sind, ihnen ständig schlecht ist und sie schon während der Schwangerschaft nicht als vollwertiges Mitglied des Teams oder des Büros angesehen werden. Gerade für diese Frauen ist es deshalb wichtig, sich zu bewegen.
Dr. Ursula Marschall, Leiterin des Kompetenzzentrums der BARMER GEK hält allerdings fest, dass Frauen, die sich vor ihrer Schwangerschaft nicht sportlich betätigt haben, die geeignete Sportart mit ihrem Frauenarzt absprechen sollten. Sie bestätigt, dass bei "körperlichen Fitness weniger Schwangerschaftsbeschwerden auftreten und, dass Sport auch in der Schwangerschaft die Abwehrkräfte stärkt und den Körper besser mit Sauerstoff versorgen würde. Gerade bei Schwangerschaftsbeschwerden kann Sport dazu beitragen, Symptome zu lindern", so die Medizinerin. "Sportarten wie Stretching, Bodytoning (Bodyforming/Bodyshaping), Aqua-Aerobic, Thai Chi, Chi-Gong oder Yoga helfen nicht nur bei Rückenschmerzen, sondern vertreiben auch die ständige Müdigkeit. Wichtig ist, den Körper nicht zu überlasten, denn die Schwangerschaft ist keine Zeit für Höchstleistungssport. Aber sportliche Frauen haben häufiger leichtere Geburten und erholen sich rascher im Wochenbett," erklärt Marschall. Zusätzlich hilft das Training, später überflüssige Pfunde schneller loszuwerden. Zudem ergab eine Befragung von insgesamt 1514 Schwangeren, dass sie sich generell wohler fühlten, tiefer schliefen und sich gesünder ernährten. Die besten Vorraussetzungen für eine gute Leistungsfähigkeit im Büro!
Schon im Alltag können Schwangere für ausreichend Bewegung sorgen. Dr. Marschall rät hier, "kleinere Besorgungen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto erledigen; lieber die Treppe statt den Aufzug nehmen und öfter mal zum Drucker laufen und auch mit Kollegen in entfernter liegenden Büros sprechen, als Mails zu schreiben." Außerdem könnten Schwangere für Bewegung im (Job) Alltag sorgen, indem sie nach dem Mittagessen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang ums Gebäude machen würden. Allerdings weist Marschall darauf hin, dass Ernährung ebenfalls ein wichtiges Thema in der Schwangerschaft ist: also nicht laufen oder Mittagessen, wenn das beides. Wichtig ist ihr auch, dass sich alle Tipps nach den Schwangerschaftsphasen richten: " Eine Frau im neunter Monat wird keine Freude mehr am Treppensteigen haben, sie darf gerne den Aufzug nehmen", hält die Medizinerin fest. (Schwangere im Auto - Was Sie beachten sollten)
Wie gesagt, es muss kein Hochleistungssport sein, doch je wohler Sie sich in Ihrem Körper fühlen, umso besser geht es Ihnen - auch im Job. Wichtig sind kleine Pausen, die Sie im Arbeitsalltag einbauen. Damit man Pausen auch wirklich nutzt, können kleine Erinnerungshilfen sehr hilfreich sein. So komisch es klingt, kleben Sie an Orten im Büro, an denen Sie sich oft aufhalten (beispielsweise am Monitor, der Tastatur des Computers oder auf der Toilette) kleine Zettel, auf denen Sie Fitnessübungen oder Entspannungstechniken notieren. So denken Sie daran, kleine Pausen einzulegen und diese auch sinnvoll zu nutzen.
Trotz Pausen ist der Körper nach stundenlanger Schreibtisch- und Computerarbeit verspannt, die Durchblutung funktioniert nicht mehr richtig und der Nacken schmerzt. Gerade Schwangere leiden unter Rückenbeschwerden und Kopfschmerzen. Um Ihren Körper zu lockern und sich aus der so genannten „Geierhaltung“ (Schultern hoch, Kopf nach vorn) zu befreien, machen Sie "heimliche" Fitness- und Entspannungsübungen am Arbeitsplatz. Es gibt verschiedene Übungen, die nicht auffallen und trotzdem Erleichterung schaffen:
Quelle: t-online.de
Ada schrieb:
am 14. Februar 2011 um 17:30:25
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Schwanger und berufstätig
Wenn man das liest, kann man den Eindruck bekommen, es gäbe keine Geburtsvorbereitung mehr in Deutschland. Zu
meiner Zeit war das sportliche Betätigung genug. 1 Abend pro Woche Gymnastik, 1 Abend Schwimmen. Kein Stretching od. ähnliches Zeug. Wie Louisa schreibt, Schwangerschaft ist ein Ausnahmezustand. Da muss man nicht viermal in der Woche auf den Stepper oder aufs Laufband für die schlanke Taille.
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Louisa schrieb:
am 13. Februar 2011 um 14:14:51
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Schwanger und berufstätig
Um es ganz kurz auf einen Nenner zu bringen: Schwangere müssen nicht immer und überall fit und perfekt sein.
Schwangerschaft ist ein Ausnahmezustand und die werdenden Mütter dürfen sich ruhig einmal gehen lassen...
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