08.12.2008, 09:53 Uhr | rev; ots
Eltern Portal. (Bild: Archiv)
Im dritten Quartal 2008 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 27.900 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 0,8 Prozent (200) weniger als im dritten Quartal 2007.
Knapp drei Viertel der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2008 durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. 8 Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von knapp 5 Prozent, ihre Anzahl ging um 15 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal zurück. 40 Prozent aller Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
Mehr als 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in knapp 3 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (73 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 13 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne verwendet.
Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (97 Prozent), und zwar zu 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 18 Prozent ambulant im Krankenhaus. Knapp 6 Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.
rev; ots
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