11.03.2011, 11:42 Uhr
Oft werden Sehstörungen bei Kindern zu spät erkannt. (Foto: fotolia.de)
Kinder mit einer Sehschwäche haben bei vielen Dingen im Alltag Schwierigkeiten: beim Lernen, beim Sport oder auf dem Schulweg - das muss aber nicht sein. 60 Prozent der Sehschwächen bei Kindern werden zu spät erkannt und können schwere Folgen für die weitere Entwicklung nach sich ziehen.
Schlechtes Sehen tut nicht weh, deshalb beschweren sich Kinder in der Regel auch nicht über ihre Sehschwäche. "Als Laie kann man oft auf den ersten Blick nicht erkennen, dass das Kind schielt oder die Augen einen Brechungsfehler aufweisen. Bleiben diese Augenfehler unbehandelt, kann dies zu einer hochgradigen Fehlsichtigkeit und einem eingeschränkten räumlichen Sehen führen“, erklärt Dr. Georg Gerten, Leiter der Augenklinik am Neumarkt in Köln.
Eine Früherkennung der Sehschwäche schon im Säuglings- und Kleinkindalter beziehungsweise zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag durch einen Augenarzt könne eine lebenslange Sehstörung verhindern, so Gerten. Im Rahmen der gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) beim Kinderarzt steht insgesamt dreimal der Sehsinn des Kindes im Fokus: bei der U5 zwischen dem sechsten und siebten Lebensmonat, der U8 im Alter von etwa dreieinhalb bis vier Jahren und der U9 kurz vor Schulbeginn mit zirka fünf Jahren. "Diese Untersuchungen sind gut, aber nicht genug. Problematisch ist die recht große zeitliche Lücke zwischen den Untersuchungen. Gerade in den ersten Lebensjahren kann eine zielgenaue Behandlung vom Augenarzt entscheidend dazu beitragen, den Sehsinn der Kinder voll zu entwickeln“, gibt Gerten zu bedenken.
Bei jeder Veränderung des Sehvermögens oder bei Entzündungen am Auge ist es dringend erforderlich, eine Untersuchung durch einen Augenarzt durchführen zu lassen. "Eine Augenkontrolle empfiehlt sich bereits bei sechs bis zwölf Monate alten Kleinkindern, wenn familiär ein erhöhtes Risiko für Schielen, Fehlsichtigkeit oder erbliche Augenerkrankungen vorliegt“, empfiehlt der Augenexperte. Besonders gefährdet sind Frühchen oder Kinder mit Entwicklungsrückstand.
Bei älteren Kindern macht sich eine Augenerkrankung häufig im Verhalten bemerkbar. Leseunlust, plötzliche Verschlechterung der Schulnoten oder häufiges Stolpern sind oft Anzeichen dafür, dass das Sehverhalten nicht optimal ist. In diesem Alter kann eine Fehlsichtigkeit aber meist nur noch unvollständig zurückgebildet werden.
Ein konkreter Verdacht auf eine Augenerkrankung muss natürlich - unabhängig vom Alter des Babys - sofort abgeklärt werden. "Zu den Alarmzeichen, auf die die Eltern sofort mit einem Besuch beim Augenexperten reagieren sollten, gehören Lidveränderungen, Trübungen der Hornhaut, grauweiße Pupillen, Augenzittern und abnormal große oder lichtscheue Augen“, warnt Gerten.
Quelle: t-online.de
Blinder schrieb:
am 1. April 2011 um 19:24:14
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Stabsichtigkeit führt zur erhöhten Unfallgefahr wegen Nichterkennung
STABSICHTIGKEIT führt regelmäßig zu Unfällen aller Art. Berufe,
die DREIDIMEDIONALES Sehen zwingend erfordern, sind für Menschen mit Sehfehlern nicht geeignet. Solange der KRANKHEITSMINISTER nicht zwingend Untersuchungen im Kleinkindalter vorschreibt, wird es leider SCHLAMPIGE ELTERN geben, die NICHT zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Der ERDENBÜRGER wird bis zu seinem Lebensende viele Nachteile in Kauf nehmen müssen. (Eingeschränkte Berufswahl, eingeschränkter Führerschein.)
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