15.02.2012, 15:15 Uhr | Christian Vey, dpa
Bewegung, Spaß und Freundschaft - all das bietet ein Sportverein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Im Sportverein können Kinder nicht nur ihren Bewegungsdrang ausleben, sondern fürs Leben lernen, indem sie Erfolg und Niederlagen erleben und in der Gemeinschaft ihre sozialen Fähigkeiten schulen. Bei der Auswahl sollten Eltern auf die Ausbildung der Betreuer Wert legen und ihre Kinder viel mitbestimmen lassen. Doch welche Sportart ist die richtige und wie finden Eltern einen guten Verein?
Erste Anlaufstelle für die Vereinssuche könnten der Stadt- oder Kreissportbund sein, rät Jan Holze vom Verband Deutsche Sportjugend (DSJ) in Frankfurt am Main. "Diese führen Listen aller in der Region tätigen Sportvereine." Eltern, die ihre Kinder schon früh sportlich fördern wollen, empfiehlt Holze Kindergärten, die mit Sportvereinen kooperieren. Dort werde das Turnen mit den Kindern von qualifizierten Trainern übernommen. Der Kontakt zum Verein entstehe dann ganz automatisch.
Das Kind sollte aber in die Entscheidung einbezogen werden. Wichtig sei, dass es die Sportart selbst aussuchen darf. Oft wisse es von Freunden, die bereits in einem Sportverein sind. "Wenn das Kind Spaß mit seinen Freunden haben kann, ist die Sportart fast schon egal", sagt Holze. Seiner Meinung nach sollte der Spaß auch an erster Stelle stehen, denn das erhöhe die Chance, dass das Kind ein langfristiges Interesse am Sport behält. Wenn das Kind noch keine Freunde in Sportvereinen habe, sei das aber nicht schlimm, meint Sara Wippich von der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein guter Zeitpunkt zum Einstieg ist, wenn im Verein eine neue Trainingsgruppe gebildet wird. Hier sind alle Neulinge, und es sei deshalb einfacher, neue Freundschaften zu schließen.
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Eltern sollten viel Wert auf eine kindgerechte sportpädagogische Betreuung legen, rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Die Gelegenheit, sich vielleicht für den Spitzensport zu qualifizieren, gebe es später immer noch. Zwar sei ein gewisses Maß an Ehrgeiz nicht verkehrt, doch in ganz jungen Jahren sollten Kinder nicht allzu spezifisch trainiert werden: "Wenn Eltern ihre Tochter mit fünf Jahren zum Eiskunstlauf schicken, damit sie mit 16 Weltmeisterin wird, da hört es auf," meint Fegeler.
Eltern sollten sich lieber erkundigen, ob es im Verein Betreuer gibt, die speziell im Umgang mit Kindern ausgebildet sind. "Mit Kindern sollte nicht nur Technik gekloppt werden", sagt Fegeler. Dabei sei es egal, ob die Sportart Fußball, Rhythmische Sportgymnastik oder Schwimmen ist. Es sollten viele verschiedene Fähigkeiten geschult werden, die Bewegung im Mittelpunkt stehen und dass sich die Kinder richtig austoben können. Dem pflichtet Wippich bei. Ein guter Trainer biete Übungen an, die über das Trainieren der eigenen Sportart hinausgehen. "Ein Beispiel ist Koordinationstraining", so die Sportpsychologin. Eltern sollten ihr Kind zu Schnupperangeboten von Vereinen begleiten und direkt mit den Betreuern sprechen. So erfahren Eltern unmittelbar von den Leuten im Verein, was sie Kindern bieten können und was sie mit ihnen vorhaben. Eltern sollten sich selbst einen Eindruck verschaffen oder wenigstens mit Eltern von Kindern im Verein sprechen. Andere Recherchen, zum Beispiel im Internet, seien dagegen oft nur wenig aufschlussreich.
Das auf der Platte sitzende Kleinkind hat schon jetzt ein erstaunliches Ballgefühl. zum Video
Wichtig sei darauf zu achten, dass den Kindern bei den Trainingseinheiten ein Mitspracherecht eingeräumt wird, findet Wippich: "Kinder haben ein Autonomiebedürfnis. Nicht immer, aber in gewissen Phasen des Trainings sollten sie mitentscheiden dürfen." Beispielsweise wenn sie ab und zu aus einer Reihe von Vorschlägen aussuchen dürfen, welche Übungen oder Spiele sie machen wollen. Eltern dürfen sich auch danach erkundigen, ob die Trainer über den rein sportlichen Bereich hinaus im Umgang mit Kindern geschult sind, sagt Holze. Sie können auch nach einem Ehrenkodex des Vereins fragen, oder ob Führungszeugnisse der Trainer eingesehen werden dürfen.
Viele Vereine bieten Mitgliedschaften auf Probe an. Solche Angebote sollten genutzt werden, empfiehlt Holze. Er rät allerdings davon ab, mehrere Sportarten oder Vereine parallel auszuprobieren. Das erhöhe lediglich den Stress und verderbe eventuell die Lust am Sport gänzlich. "Viele Kinder werden ohnehin schon von Erlebnisinsel zu Erlebnisinsel gefahren". Lieber sollten Eltern ein einzelnes Angebot machen und beobachten, wie es dem Kind gefällt. Erst wenn der Sport oder Verein auf echte Ablehnung stößt, sollte über Alternativen gesprochen werden.
Quelle: dpa
Hochleistungssportler schrieb:
am 17. Februar 2012 um 07:45:17
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nie und nimmer
Ich hätte nie mit meiner Mutter turnen mögen, ihr seid doch nicht ganz gescheid. Ich bin zum Sport um aus den besch.......
Elternhaus rauszukommen. Wollte meine Ruhe, meine Freunde treffen, anders als die heutige Generation, die ihre Freund am PC bei so einen Fratzenbuchgewörch "trifft". Wir haben die Freunde noch richtig getroffen, manches mal auch zweischen den Augen, hahaa. Mutter und Kind, wär ja genau so als wenn ich heute mit meinen Sohn in die Kneipe ginge, da will ich doch auch m
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Mutter schrieb:
am 16. Februar 2012 um 09:19:56
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ist doch logisch
Die beste Methode, Kinder zum Sport zu bekommen, sind die Einstiegsangebote der Turnvereine: Mutter-Kind-Turnen und
Kleinkindturnen hat mit "Turnen" wenig zu tun, es handelt sich um allgemeine Bewegungsschulung mit großem Spassfaktor. Aus dem vielfältigen Angeboten im Kinderturnen entwickeln die Kinder dann ihre Leidenschaften für Gymnastik, Ballspiele oder Fitness, so dass sie dann leicht die richtige Sportart finden.
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