22.02.2010, 11:36 Uhr
Haben Lehrer in Pennsylvania Schüler per Web-Cam ausspioniert?(Bild: Archiv)Die Vorwürfe sind haarsträubend: Mit Hilfe von in Schul-Laptops eingebauten Web-Kameras sollen Lehrer im US-Staat Pennsylvania Schüler bespitzelt haben. Eltern eines 15-Jährigen reichten bereits Klage ein. Jetzt haben Bundesstaatsanwälte vom Lower Merion School District die Herausgabe von Dokumenten verlangt, die Licht in die Sache bringen sollen, wie die Zeitung "The Philadelphia Inquirer" berichtete. Auch die lokale Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.
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Grund der Klage von Holly und Michael Robbins: Die stellvertretende Direktorin der Harriton High School habe ihrem Sohn Blake "unangemessenes Verhalten" in seinem eigenen Zuhause vorgeworfen. Laut Klageschrift legte sie als Beweis ein Foto vor, das mit der Web-Cam eines von der Schulbehörde zur Verfügung gestellten Computers aufgenommen worden sei. Der Lower Merion School District hatte der Zeitung zufolge insgesamt 2300 der Apple-Geräte an seine Schüler verteilt, damit sie den Umgang mit der Technologie üben. Blake Robbins gibt sich fassungslos. "Ich hätte niemals gedacht, dass man so etwas bei mir daheim machen könnte", sagte der 15-Jährige dem US-Fernsehsender CBS. Die Vize-Schulleiterin "hat gedacht, ich verkaufe Drogen, was überhaupt nicht stimmt", verteidigte er sich. "Ich glaube nicht, dass die Schule das Recht hat, Kameras in das Zuhause der Kinder, in ihre Schlafzimmer zu platzieren und sie auszuspionieren", empört sich Mutter Holly.
Bezirks-Sprecher Douglas Young räumt der Zeitung zufolge ein, dass die eingebauten Kameras der Computer durchaus ferngesteuert angeschaltet werden könnten - und auch wurden. Allerdings nur, um verschwundene oder gestohlene Geräte ausfindig zu machen. In den vergangenen 14 Monaten seien aus diesen Gründen die Web-Cams 42 Mal aktiviert worden, aber nie, um irgendjemanden auszuspionieren. Die "Sicherheitsfunktion" sei mittlerweile ausgeschaltet.
Der Bezirk gestand ein, Eltern und Schüler über die technischen Möglichkeiten nicht ausreichend informiert zu haben. "Dieser Hinweis hätte gegeben werden müssen, und wir bedauern, dass dies nicht passiert ist. Das war ein schwerer Fehler", sagte Sprecher Young dem "Philadelphia Inquirer" zufolge. Die Familie Robbins sagte zu CBS, sie hätten den Laptop nie als vermisst oder gestohlen gemeldet - also habe es auch keinen Grund gegeben, die Kamera zu aktivieren.
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Quelle: dpa
SET schrieb:
am 1. März 2010 um 15:20:31
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unwissenheit?
Man sieht zwar wenn jemand auf den PC zugreift, doch dazu muss man ständig protokolle nachschauen und es überwachen, was
einen ja paranoid macht. Also ich bin dafür die kameras mechanisch bedienbar zu machen, so kann man die nur auf bedarf einschalten, dass ist die sicherste Methode um neugrige Lehrer auszusperren. Warum spitzeln lehrer eigentlich? Haben die nichts anderes zu tun?
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schüler schrieb:
am 22. Februar 2010 um 19:36:04
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unwissenheit?
1. man hätte die schüler drauf hinweisen sollen, dass man sie mit webcam beobachten kann ... sind wir hier in der
ddr???
2. ich persönlich meide webcams, ein laptop mit kommt gar nicht ins haus, weils genug spitzel gibt - die gute alte schreibmaschine, das waren noch zeiten, als man mit fernrohr in nachbars garten schaute
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Zorro schrieb:
am 22. Februar 2010 um 17:29:25
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Bildungsqualität
erkennt man in Deutschland ja schon an den Fremsprachenkenntnissen der "Elite". Weserwelles und Öttingers
Englischkenntnisse sind da ein klarer Beleg. Beides Juristen, der eine promviert, der andere fordert Englischkenntnisse vom Arbeiter an der Maschine. Beide sind jedoch eine Lachnummer mit ihren Englischkenntnissen. Das schlimmste aber, beide sind von ihren Englischkenntnissen überzeugt.
Armes Deutschland.
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