28.06.2011, 10:04 Uhr | Sarah Jasmin Mehrtash
Yoga steigert auch in der Schwangerschaft das Wohlbefinden. (Foto: Archiv)
Sport in der Schwangerschaft beugt vor typischen Schwangerschaftsbeschwerden vor. Der aktive Lebensstil wirke sich positiv auf den Geburtsverlauf aus und die Erholungsphase könne sich nach der Geburt verkürzen. Auch untrainierte Frauen tut es gut, in der Schwangerschaft mit Sport zu beginnen, sagt Dr. Klaus König, Vize-Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte dem Portal www.frauenaerzte-im-netz.de.
"Durch die körperliche Ertüchtigung steigt die Fitness und Belastbarkeit. Sport senkt das Risiko für schwangerschaftstypische Rückenschmerzen, für Verdauungsprobleme, Wassereinlagerungen und für Schwangerschaftsdiabetes.", berichtet der Experte. Darüber hinaus soll Bewegung in angemessener Form und Dosierung auch das psychische Wohlbefinden steigern. Es gebe auch keine Hinweise auf negative Folgen für die Mutter oder das Kind. Schwangere mit Vorerkrankung oder einer komplizierten Schwangerschaft müssen sich allerdings mit ihrem Arzt absprechen, ob und welchen Sport sie ausüben dürfen.
Auch Frauen, die vor der Schwangerschaft keinen Sport ausgeübt haben, dürfen mit persönlich angepasster Fitness anfangen, am besten, in einer Gruppe. Sporteinsteigerinnen fällt es so oft leichter und der Austausch mit anderen tut gut. "Schwimmen, Wandern oder Walken sind Bewegungsformen, die eine gleichmäßige Kreislaufbelastung erzielen. Das sorgt für eine gute Durchblutung, aktiviert den Stoffwechsel und wirkt einer zu deutlichen Gewichtszunahmen entgegen", sagt König und fügt hinzu: "Gymnastik oder Yoga helfen dabei, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln und mit den schwangerschaftsbedingten Veränderungen besser umzugehen."
Wichtig ist, dass sich Schwangere beim Sport nicht übernehmen, da die körperliche Leistungsfähigkeit im Verlauf der Schwangerschaft schwanken kann. "Stark anstrengende Belastungen sollten vermieden werden, ebenso Sport in großer Höhe oder bei höheren Temperaturen. Auch starke, ruckartige Bewegungen, wie etwa bei verschiedenen Ballsportarten, sind ungünstig, genauso wie verletzungsträchtige Aktivitäten", sagt König.
Gerade schwangere Frauen sollten viel trinken und darauf achten, dass sie vor dem Sport genug gegessen haben.
Sarah Jasmin Mehrtash
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