16.06.2009, 15:50 Uhr | rev
Logopädische Behandlung im Vorschulalter kann Spätfolgen in der Sprachentwicklung vorbeugen. (Bild: Archiv)
"Logopädisches Wissen wird in den Bundesländern und Kommunen bisher viel zu selten für die Präventionsarbeit im Bereich der Sprachentwicklung genutzt", darauf weist die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) Dr. Monika Rausch hin. "Logopäden sind nicht nur Experten für Sprach- und Sprechstörungen. Die Grundlage ihrer Gutachten bildet vielmehr die detaillierte Kenntnis normaler physiologischer Funktionen und Entwicklungen. Dieses Fachwissen über die verschiedenen Phasen der Sprachentwicklung stellt unsere Berufsgruppe insbesondere im Vorschulbereich gerne zur Verfügung", so Rausch.
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Vor allem die Fähigkeit, bereits im Alter von zwei bis drei Jahren sprachauffällige Kinder von denjenigen zu unterscheiden, die eine medizinisch relevante Störung haben, zeichnet Logopäden aus. Kinder mit Sprachauffälligkeiten brauchen Unterstützung und Sprachförderung von entsprechend geschulten Erziehern und informierten Eltern. Kindern mit einer echten Sprachstörung hilft jedoch nur eine individuelle Therapie auf der Basis einer logopädischen Diagnostik.
"Dass Kinder oft erst im Einschulungsalter und damit viel zu spät mit einer notwendigen Sprachtherapie beginnen, hängt auch damit zusammen, dass das logopädische Wissen über die Unterscheidung zwischen Förderbedarf und Therapiebedarf im frühen Kindesalter zu selten abgerufen wird", erklärte Rausch. Die Folgen für die betroffenen Kinder sind schwerwiegend: sie tun sich mit dem Lesen- und Schreibenlernen schwer, im schlimmsten Fall leiden sie während ihrer gesamten Ausbildungszeit unter dem schwierigen Schulstart.
Monika Rausch weist darauf hin, dass der Deutsche Bundesverband für Logopädie als Berufs- und Fachverband von 10.000 niedergelassenen und angestellten Logopäden sich im Nationalen Integrationsplan verpflichtet habe, an der Elternberatung zur Sprachentwicklung mitzuwirken. "Dieses Versprechen haben wir durch frei zugängliches, umfassendes Informationsmaterial auf unserer Elternwebsite unter www.sprachentwicklung-dbl.de, durch eine dreisprachige, interaktive Wanderausstellung zur Sprachentwicklung und Sprachförderung sowie durch die Entwicklung eines logopädisch fundierten Sprachförderkonzeptes für den Alltag in Familien und Kindertagesstätten eingelöst und freuen uns, wenn die zuständigen Stellen in den Ländern und Kommunen darauf zurückgreifen", so dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch.
rev
wonni schrieb:
am 25. März 2010 um 18:56:13
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sprachentwicklung
Unser Sohn hat immer wieder das Problem, daß er an Wörtern hängen bleibt. Das hört sich dann an wie stottern. Zweimal
war ich schon bei zwei verschiedenen Logopäden. Und zweimal hat man mir gesagt, daß das völlig normal sei, und immer wieder Kinder diese Schwierigkeiten hätten. Ich bin mal gepsnnt, ob die das immer noch sagen, wenn er ab Herbst Vorschulkind ist!
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