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Stiftung Warentest rät von Impfung gegen Windpocken ab

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Stiftung Warentest rät von Impfung gegen Windpocken ab

23.02.2012, 17:29 Uhr | tze,mmh

Soll ich mein Kind gegen alles impfen lassen?  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Soll ich mein Kind gegen alles impfen lassen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, aber insgesamt 13 Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts in ihrem Impfkalender für Kinder und Jugendliche. Doch sind wirklich alle für jedes Kind sinnvoll? Die Stiftung Warentest hat von Experten den Nutzen gängiger Impfungen analysieren lassen. Von der Impfung gegen Windpocken,so eines der Ergebnissewird abgeraten. Eines steht fest: Ob Impfgegner oder Impfbefürworter, jede Seite muss einiges bedenken und sollte die Argumente kennen.

Drei Abweichungen vom Impfkalender

Experten aus Kinderheilkunde, Pharmazie, Allgemeinmedizin und Infektionsbiologie haben im Auftrag der Verbraucherschützer aktuelle Daten zu Krankheiten und Impfungen ausgewertet. Dabei standen zwei Faktoren im Blickpunkt: das Verhältnis von Nutzen und Risiko für den Einzelnen und wie sich die Impfung auf die Entwicklung des Krankheit auswirkt, wenn größere Bevölkerungsgruppen geimpft sind. Bei drei Impfungen weichen die Experten von den Empfehlungen der Stiko ab: Bei Rotaviren, Meningokokken und Windpocken.

Schutz vor Windpocken hält nicht unbegrenzt

Die Windpocken-Impfung biete zwar einen wirksamen Schutz, doch dieser halte nicht unbegrenzt an, teilt die Verbraucherschutzorganisation mit. Somit könnten Windpocken vermehrt bei Erwachsenen auftreten, bei denen die Krankheit dann oft schwerer verlaufe als bei Kindern. Die logische Folgerung der StiWa-Experten: Lieber als ungeimpftes Kind die Windpocken durchmachen, um dann als Erwachsener davor sicher zu sein. Die Ständige Impfkommission empfiehlt hingegen die Impfung im Kindesalter.

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Der gesunde Menschenverstand und die Praxis vieler Familien stützt die Argumente der StiWa-Experten: Viele Eltern veranstalten sogar Windpocken-Partys, damit die Kinder sich möglichst früh gegenseitig anstecken. Dieses absichtliche Aussetzen einer Ansteckungsgefahr betrachten wiederum andere als Körperverletzung.

Besser gegen Rotaviren impfen

Gestützt auf die Einschätzungen des Expertenkreises rät die Stiftung zudem zu einer Impfung gegen Rotaviren, die derzeit nicht als Standardimpfung empfohlen wird. Diese Viren verursachen bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwere Darminfektionen. Zusätzlich zu einer Meningokokken-Impfung im Kleinkindalter sei zudem eine zweite Impfung zwischen dem elften und 15. Lebensjahr sinnvoll, hieß es weiter.

Außer dieser drei Ausnahmen unterstützt die StiWa die Empfehlungen der Impfkommission. Die Kostenübernahme für eine Meningokokken-Impfung bei Jugendlichen muss mit der Krankenkasse direkt geklärt werden.

Argumente Pro & Contra

Schon 2011 führte die StiWa eine große Online-Umfrage zur Impfdebatte durch, an der 10.000 Menschen teilnahmen. 17 Prozent darunter stehen Impfungen für sich selbst kritisch gegenüber, 22 Prozent sind skeptisch, wenn es um die Impfung ihrer Kinder geht, alle anderen verfügen über einen kompletten Impfschutz, ließen sich selbst oder ihre Kinder in den vergangenen zwei Jahren impfen oder planen dies. Etwa 40 Prozent der Teilnehmer hatten sich allerdings schon mal gegen eine empfohlene Impfung entschieden.

Das Hauptargument der Impfskeptiker heißt laut der Verbraucherschützer: "Impfungen nehmen dem Körper die Chance zur natürlichen Auseinandersetzung mit der Krankheit." Eine weitere häufige Aussage war: "Infektionskrankheiten lassen sich durch die Verbesserung von Hygiene und Lebensstandard vermeiden." Dahinter folgen die Angst vor Nebenwirkungen, die Sorge, dass Impfstoffe das Immunsystem überfordern, enthaltene Konservierungsstoffe schaden könnten oder immer mehr chronische Krankheiten hervorrufen.

So funktioniert eine Impfung

Auch moderne Impfstoffe funktionieren nach dem bewährten alten Prinzip: Abgeschwächte oder abgetötete Erreger werden in den gesunden Körper eingebracht. Sie lösen im Organismus zwar keine Krankheit aus - dafür sind sie zu schwach - aber der Körper erkennt sie als Antigene, das Immunsystem wird angekurbelt und bildet Antikörper für den Fall, dass einmal echte, starke Krankheitserreger in den Organismus eindringen. Jetzt ist der Körper gewappnet für die Verteidigung. Die heute üblichen Impfungen sind praxiserprobt an hunderttausenden von Kindern.

Manche Impfungen benötigen eine Auffrischung. Die Kombi-Impfung für Masern, Mumps und Röteln benötigt eine zweite Impfung, da manche Kinder erst dann einen Impfschutz aufbauen. Für die optimale Wirkung des Impfstoffes ist es wichtig, den Impfplan einzuhalten, darauf weist die StiWa hin.

Das sind die Nebenwirkungen

Das Positive an Nebenwirkungen: Sie zeigen, dass das Immunsystem reagiert. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen. Das sind die häufigsten: Schwellungen, Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle udn Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Ermattung, Magen-Darm-Beschwerden. Fast immer ist der Verlauf leicht, es besteht keine Ansteckungsgefahr, Komplikationen bleiben fast immer aus.


Quelle: t-online.de , dapd

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Kommentare (26)

zum Forum

Thema: "Stiftung Warentest rät von Impfung gegen Windpocken ab"

Geimpfte schrieb: am 1. März 2012 um 15:23:54
(4) (3) Unglaublich
was hier alles berichtet wird. Geimpfte gg. Varizellen haben zumindest keine quälende Gürtelrose zu befürchten. Habe zwei
Kinder mit mehrfach Windpocken und Gürtelrosen, ansonsten alles gesund und munter. Impfen hat seine Berechtigung, Viren richten enormen Schaden an, nur redet keienr drüber. Die Zahl der Autoimmunerkrankungen und virenbedingten Folgeschäden nimmt stetig zu. Und zwar durch durchgemachte Infekte, nicht durch Impfungen!
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Skeptiker schrieb: am 28. Februar 2012 um 13:21:11
(8) (4) Impungen
Ich bin 20 Jahre alt und bin selbst nur gegen Polio, Tetanus und Diphterie geimpft. Ich werde mich zeitnah noch gegen Masern wegen
einer erwünschten Schw.schaft in den nächsten Jahren impfen lassen. Ich halte es für Körperverletzung, gerade Kinder noch relativ neuen Impfungen auszusetzen, wo Nebenwirkungen kaum abzuschätzen sind! Vor allem die Mehrfachimpfungen halte ich für Mist, da sie das Immunsystem eines so kleinen Säuglings doch nur überfordern können. Allgemeinmediziner sind keine Götter!
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impfskeptiker schrieb: am 28. Februar 2012 um 13:17:03
(7) (4) wann wird uns die Wahrheit gesagt?
Ich habe mein erstes Kind vierfach ( Dipht.,Tet., Keudhh., Polio) impfen lassen....ende vom Lied waren
alljährliche trockene Keuhhustenartige Hustenanfälle jeden Winter in der Nacht. Zum SChluß mit Atemnot einhergehend!!! Das ganze hat sich nach der Gabe von Impfnosoden gebessert. Mein Sohn ist einmal 3-fach geimpft und wird es für lange Zeit so bleiben.... er hatte Fieberkrämpfe in der Zeit und ich selbst bin Dank Impfungen Epileptikerin!!!!! Diese Krankheit wünsche ich einem Jeden!
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