06.07.2011, 14:51 Uhr | iri
Was sollten stillende Mütter bei der Ernährung beachten? (Bild: Imago)
Mit der Geburt des Kindes ist die Schwangerschaft und damit die Phase der Entbehrungen vorbei, oder? Leider falsch! Wer sein Baby stillen möchte, muss auch weiterhin einiges beachten, vor allem bei der Ernährung. Wir zeigen stillenden Müttern, was erlaubt ist und was sie unbedingt vermeiden sollten.
Vollstillende Mütter haben einen noch größeren Nährstoffbedarf als Schwangere. Besonders wichtig ist das Trinken, denn wer zu wenig trinkt, hemmt die Milchbildung. Drei Liter pro Tag sollten stillende Mütter trinken, gut eignen sich hier spezielle Stilltees, Mineralwasser und Fruchtsaftschorlen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für stillende Frauen eine ballaststoffreiche, wenig fettige Nahrung. Als Richtlinie für den täglichen Bedarf kann folgendes gelten: Milch (200- 250ml), Fleisch (40g), Vollkornbrot (1 Scheibe), Haferflocken (1 EL), Gemüse oder Salat (200g), und Obst (100g). Stillende Mütter brauchen vor allem:
- komplexe Kohlenhydrate (Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Naturreis)
- essentielle Fettsäuren (ungesättigte Pflanzenöle wie zum Beispiel Oliven-, Raps und Sonnenblumeöl)
- Proteine und Calcium (Milch, Käse, Joghurt, Seefisch)
- Folsäure (Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Gurken, Spinat, Bananen)
- Eisen (Fleisch, Wurst, Vollkornbrot, Hirse, Spinat, Möhren)
Es gibt einige Nahrungsmittel, mit denen viele Stillende Probleme haben, hier erst einmal vorsichtig testen, welche das Baby gut verträgt und bei welchen es möglicherweise Blähungen und einen wunden Po bekommt. Hierzu gehören beispielsweise Bohnen, Linsen, Sauerkraut, Kohl und Zitrusfrüchte. Strikt verboten während der Stillzeit sind:
- Zigaretten
- Alkohol
- roher Fisch; rohe Eier; rohes Fleisch
Viel trinken, viel schlafen und entspannen und häufiges Anlegen auf beiden Brustseiten sind gut für die Milchbildung. Auch einige Kräuter wie beispielsweise Basilikum, Dill und Majoran eignen sich gut für den Milchfluss. Generell gilt: was der Mutter gut tut, ist auch gut für die Milchbildung und somit für das Baby.
Quelle: t-online.de
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