21.10.2011, 09:15 Uhr
Stillen stärkt Babys. (Foto: imago)
Stillen hilft womöglich auch Frühgeborenen bei der Bewältigung von Schmerzen, die bei medizinischen Verfahren wie Blutabnahme oder Spritzen geben entstehen können. Darauf deutet eine Studie kanadischer Forscher hin, die in der Novemberausgabe des Fachblatts "Pain" veröffentlicht wird. Das Empfinden von Schmerzen kann bei Frühgeborenen auch langfristig negative Folgen auf die Entwicklung haben.
Die Wissenschaftler um Liisa Holsti von der Universität von British Columbia in Vancouver bezogen 57 frühgeborene Kinder in ihre Untersuchung ein - die eine Hälfte wurde bei der Blutabnahme gestillt, die anderen Babys bekamen einen Schnuller zur Beruhigung. Während der Prozedur wurden anhand einer Schmerzskala ihre Reaktionen genau beobachtet, ihr Herzschlag wurde gemessen. Bereits zuvor hatten die Forscher erfasst, wie viel Erfahrung die Kinder mit Stillen hatten.
Auf die gesamte Gruppe bezogen, ergaben sich keine signifikanten Unterschiede beim Schmerzempfinden der gestillten Kinder beziehungsweise denen, die einen Schnuller hatten. Anders sah es bei den 'stillerfahrenen' Babys aus: Bei ihnen wurden deutlich weniger Schmerzen registriert. Holsti spricht sich deshalb für weitere Untersuchungen aus.
Dass Stillen zur Schmerzlinderung beitragen kann, wurde bereits bei neugeborenen Kindern nachgewiesen, nicht aber bei Frühgeborenen, die besonders häufig medizinischen Untersuchungen ausgesetzt sind.
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Quelle: dapd
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