22.12.2010, 12:28 Uhr
Eine australische Studie zeigt: Muttermilch macht schlau. (Bild: imago)
Stillen tut Babys gut. Muttermilch ist preiswert, hat die richtige Temperatur, schützt vor Krankheiten und Allergien. Das ist bekannt. Neu ist, das Muttermilch auch schlau macht. Eine lange Stillzeit fördert langfristig die intellektuellen Fähigkeiten - allerdings trifft das nur für Jungen zu, wie ein australisches Forscherteam in einer Studie herausgefunden hat. Diejenigen, die mindestens sechs Monate lang gestillt wurden, haben demnach einen höheren Intelligenzquotienten als ihre Geschlechtsgenossen, die kürzer oder gar nicht die Brust bekamen.
Verantwortlich dafür sind die Hormone, vermuten die Wissenschaftler: Die Östrogene in der Muttermilch schützen möglicherweise das Gehirn der Jungen vor den Auswirkungen von Stress. Und da Mädchen ohnehin viel mehr dieser weiblichen Sexualhormone haben, sind sie auch ohne Muttermilch vor möglichen Stressfolgen gefeit. Über ihre Studienergebnisse berichten die Wissenschaftler um Wendy Oddy von der University of Western Australia in Perth im Fachjournal "Pediatrics".
Um herauszufinden, ob die Dauer der Stillzeit später die intellektuellen Fähigkeiten der Kleinen beeinflusst, machten die Forscher mit insgesamt 1038 zehnjährigen Mädchen und Jungen Intelligenztests. Neben dem logischen Verständnis überprüften sie die verbalen Fähigkeiten der Kinder. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler nicht nur das Geschlecht der Kinder, sondern auch mögliche weitere Einflussfaktoren wie das Einkommen der Eltern und inwieweit diese den Nachwuchs beispielsweise durch Schreib- und Leseübungen gefördert hatten.
Jungen, die mindestens sechs Monate lang gestillt worden waren, schnitten in den Intelligenztests besser ab als diejenigen, die entweder nur für kurze Zeit die Brust bekommen hatten oder ausschließlich mit Ersatzmilch gefüttert worden waren. Die länger mit Muttermilch versorgten Teilnehmer übertrafen die anderen Jungen in mathematischen Tests und in Schreibaufgaben um neun Prozent, Sprachübungen bewältigten sie um sieben Prozent besser und Leseaufgaben immerhin um sechs Prozent. Bei Mädchen spielte es keine Rolle, ob und wie lange sie gestillt wurden.
Frühere Studien hatten Hinweise darauf geliefert, dass Jungen in den kritischen Phasen der Gehirnentwicklung für Stress wesentlicher anfälliger sind als Mädchen. Vor diesem Hintergrund vermuten die Forscher nun, dass Mädchen im Gegensatz zu den Jungen durch Östrogene vor den Stressfolgen geschützt sind. Die höhere intellektuelle Leistung der länger gestillten Jungen sei demnach möglicherweise auf die Östrogene in der Muttermilch zurückzuführen.
Quelle: dapd
Harald schrieb:
am 27. Dezember 2010 um 13:49:56
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Wurde nie gestillt
Da muss wohl was dran sein. Ich wurde nie gestillt und bin heute arbeitslos.
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Eckardt schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 21:16:03
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Muttermilch
Dann haben Albert Einstein, J. W. von Goethe, W. A. Mozart, Otto von Bismarck, Karl Dall, Max Planck, Jürgen von der Lippe, Kurt
Großkurt und Klaus Wowereit viel Muttermilch getrunken.
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