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Streiche in der Schule: Alle müssen darüber lachen können

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Wo bei Schülerstreichen die Grenzen liegen

19.09.2011, 17:00 Uhr | rw

Über einen guten Streich können alle lachen - auch der Lehrer. (Quelle: imago)

Über einen guten Streich können alle lachen - auch der Lehrer. (Quelle: imago)

Streiche gehören zum Schülerleben. Auch die meisten Erwachsenen erinnern sich gerne an die kleinen und großen Albernheiten, mit denen sie in ihrer Schulzeit die Lehrer an der Nase herumgeführt haben - und an die mal wütenden, mal belustigten Reaktionen von Seiten der Pädagogen. Deshalb sollten Eltern auch Nachsicht walten lassen, wenn der eigene Nachwuchs in der Schule mal etwas ausfrisst - zumindest solange sich ein Streich im vertretbaren Rahmen bewegt! Doch wo liegen die Grenzen? Unsere Streiche-Show zeigt Beispiele, über die auch die genarrten Opfer lachen können - sofern sie denn Humor haben.

Körperverletzung und Sachbeschädigung sind tabu

Das wichtigste für einen gelungenen Streich: Er muss witzig sein! Und zwar sollte das für alle Beteiligten gelten. Auch das "Opfer" sollte über den Klamauk lachen können - wenn nicht sofort, dann spätestens, sobald die erste Verwirrung oder der erste Schreck verflogen ist. Damit dies funktioniert muss ein Streich ein paar Bedingungen erfüllen: Am allerwichtigsten dabei ist, dass sich erstens niemand verletzt - wie es zuletzt in Baden-Württemberg der Fall war - und zweitens nichts beschädigt wird. Führt ein Schülerstreich zum Beispiel dazu, dass eine Tafel dauerhaft unbenutzbar wird, kann wohl auch der humorvollste Lehrer kaum darüber lachen. Ebenso wenig über jegliche Form von Stinkbomben, die Klassenräume längerfristig unbrauchbar machen. Es wird Ärger geben und der Schaden muss ersetzt werden - im Regelfall von den Eltern, so dass zuhause direkt das nächste Donnerwetter ansteht.

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Das richtige "Opfer" auswählen

Für einen guten Streich ist außerdem Menschenkenntnis gefragt. In der Regel gelten Schülerstreiche ja dem Lehrer. Bei der Auswahl ihrer Zielperson sollten Schüler sich fragen, wie die jeweiligen Lehrer wohl auf den Streich reagieren werden. Einige Lehrer sind ohnehin unsicher und reagieren deshalb leicht über, wenn sie das Gefühl haben, man macht sich über sie lustig. Andere nehmen es mit der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit sehr genau und werden Unterricht, der in Folge eines Streichs ausgefallen ist, gegebenenfalls nachholen. Wieder andere haben einfach keinen Humor.

Als Ziel eines Streichs eignen sich also in erster Linie solche Lehrer, die auch im Unterricht schon hier und da bewiesen haben, dass sie in der Lage sind über sich selbst zu lachen oder unbefangen über ihre eigenen Macken sprechen können. Denn den Schülern, die den Streich aushecken, muss klar sein, dass im Zweifel ihr Lehrer am längeren Hebel sitzt. Ihnen drohen im schlimmsten Fall disziplinarische Maßnahmen von einem Eltern-Brief über eine Klassenkonferenz bis hin zum Schulverweis. Darauf sollte man es lieber nicht ankommen lassen.

Gute Streiche wirken positiv

Wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, spricht nichts gegen einen guten Streich. Da es für das Gelingen oft notwendig ist, dass alle in der Klasse mitmachen oder zumindest niemand etwas verrät, kann die erfolgreiche Planung die Klassengemeinschaft sogar enger zusammenschweißen. Auch für den Lehrer, der einem harmlosen Streich zum Opfer fällt, bietet sich eine große Chance: geht er angemessen und selbstironisch damit um, dass er soeben durch den Kakao gezogen wurde, verschafft ihm das womöglich mehr Respekt bei den Schülern als alle Fachkompetenz der Welt. Eine kleine Auswahl von Streichen, über die Lehrer wie Schüler gleichermaßen lachen können, haben wir für Sie zusammengestellt.


Quelle: t-online.de

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