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Studie: Jungen sind keine Bildungsverlierer

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Studie: Jungen sind keine Bildungsverlierer

21.03.2011, 11:38 Uhr

Laut einer Studie werden Jungen im deutschen Bildungssystem gegenüber Mädchen nicht benachteiligt. (Foto: imago)

Laut einer Studie werden Jungen im deutschen Bildungssystem gegenüber Mädchen nicht benachteiligt. (Foto: imago)

Jungen werden im deutschen Bildungssystem gegenüber Mädchen nicht benachteiligt. Dies geht aus einer Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Frankfurt hervor. Die Untersuchung "Bildung von Geschlecht" geht den beiden Fragen nach, ob Jungen die neuen Bildungsverlierer sind und ob ihre Misserfolge auf die Mehrheit von Lehrerinnen zurückzuführen sind. Beide Thesen weist die GEW zurück, die als Metastudie das bisherige Zahlenmaterial und den Forschungsstand zusammenfasst.

Mehr Jungen als Mädchen ohne Schulabschluss

Jungen erhalten laut der Studie zwar seltener als Mädchen eine Empfehlung fürs Gymnasium. Allerdings setzten sich Eltern von Jungen häufiger über diese Empfehlung zugunsten einer höheren Schulform hinweg. Die Annahme, dass Jungen von mehr männlichen Lehrkräften profitieren würden, konnte bisher nicht bestätigt werden. Zwar verlassen Jungen im Vergleich zu Mädchen die Schule häufiger mit einem niedrigen oder gar keinem Abschluss (in 2008: 8,5 Prozent der Jungen, 5,5 Prozent der Mädchen). Jedoch scheinen dabei mehrere Faktoren eine Rolle zu spielen, da dies besonders häufig Jungen aus Familien mit geringem Bildungsstand und/oder Migrationshintergrund trifft.

Nach dem Abitur nimmt der Bildungsvorsprung der Mädchen ab

Der Bildungsvorsprung der Mädchen nimmt nach dem Abitur deutlich ab: Zum einem haben die Männer in Sachen Studierendenquote die Nase vorn, zum anderen sind Frauen bei Promotionen und Habilitationen in den meisten Fächern deutlich unterrepräsentiert. Insgesamt haben weniger Frauen als Männer einen Job, verdienen während der Ausbildung weniger und arbeiten unter schlechteren Bedingungen.

"Feminisierte Bildungsinstitutionen" kein Erklärungsmodell

In Schulen und Kindergärten sind zwar mehr Frauen beschäftigt, jedoch belegen Männer überproportional oft Leitungs- und Entscheidungsfunktionen. Die Kritik an "feminisierten Bildungsinstitutionen" unterstelle, dass Lehrerinnen jungentypische Bedürfnisse (etwa Spaß an Konkurrenzsituationen, Spielen mit Spielzeugwaffen, raufen) unterdrückten. Laut der Autoren der Studie reichen diese Beschreibungen aber weder aus, um die Vielfalt von Jungen abzubilden, noch um schlechte Schulleistungen zu erklären.


Quelle: dpa-tmn

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Kommentare (11)

zum Forum

Thema: "Studie: Jungen sind keine Bildungsverlierer"

Boris456 schrieb: am 4. Mai 2011 um 15:58:28
(2) (1) Schwachsinn
Ich als Schueler bemerke sehr stark wie Maedchen von Lehrern und Lehrerinnen bevorzugt werden. Ob sie den Unterricht stoeren oder
sonstigen Unsinn treiben, niemals ist es so schlimm, wie wenn ein Junge dasselbe macht. Und das kann schon sehr demotivierend sein, da man mit Lehrern nicht diskutieren kann, sie sind ja die Autoritaet und wer versucht die Entscheidung eines Lehrers zu diskutieren untergraebt diese und ist somit respektlos, ergo irgendeine schwachsinnige Konsequenz.
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Kopfschüttlerin schrieb: am 3. Mai 2011 um 14:44:56
(0) (0) @Barbara123
Ich nehme an,dass Sie sich selbst meinen mit "intelligenten Hausfraue".Hier mal wieder der Beweis,welch unqualifizierte Meinungen
über Lehrerinnen im Umlauf sind. Nur 3 Schulstunden eingesperrt mit 30 Grundschülern u. Sie würden anders reden! Dann würden Sie den Unterschied zwischen erzogenen und UNGEZOGENEN Jungen ERLEBEN! Erzogen sein hängt nicht vom Geschlecht des Zöglings ab u.Erziehen-Können nicht vom Geschlecht des Erziehers!!! Übrigens:Was bedeutet "Utschmieten Geld"?
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Jakob A schrieb: am 25. April 2011 um 11:02:17
(0) (0) Bildungsverlierer
Die Aufmerksamkeit, die ich für unangepassten Schülern männlichen Geschlechts aufzuwenden habe übertrifft ein
vielfaches der Zeit, die ich in der Praxis für gut erzogene weibliche Schülerinnen benötige, um einen bestimmten Lernstoff mit iihnen durchzuarbeiten. Wer also benacheiligt ist sind die gut erzogenen Kinder. Denn für sie bleibt viel weniger Zeit und damit auch Zuwendung. Die Schüler selbst können nichts dafür, sie sind zunächst einmal Produkt ihrer Elternhäuser.
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