08.12.2011, 12:37 Uhr
Taschengeldtabellen sind nur Orientierungshilfen. (Quelle: imago)
Für Eltern ist es besonders wichtig ihren Kindern frühzeitig einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu vermitteln. Das Taschengeld kann hierbei eine wichtige Lernlektion für Kinder sein. Mit Hilfe von Taschengeld lernen sie, was teuer und billig ist, machen die Erfahrung, dass Geld schnell ausgegeben sein kann.
Kinder lernen Entscheidungen zu treffen: Ist eine Anschaffung sinnvoll und nötig oder nicht? "Frühes Taschengeld garantiert zwar nicht, dass sie als Jugendliche nicht auch mal Fehler machen, aber die Anfälligkeit dafür sinkt durch den rechtzeitigen Umgang mit frei verfügbarem Geld enorm“, sagt Jörg Lampmann, Leiter einer Erziehungsberatungsstelle in Hamburg. Taschengeldtabellen geben Empfehlungen, an denen sich Eltern orientieren können. Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen und wie viel ist angemessen? Die Zuteilung des Taschengeldes im wöchentlichen Turnus sei bei jüngeren Kindern sinnvoll; ältere Kinder und Jugendliche sollten ihr Geld monatlich ausgehändigt bekommen.
Alter | Taschengeld |
4 - 5 Jahre | 50 Cent wöchentlich |
6 - 7 Jahre | 1,50 bis 2 Euro wöchentlich |
8 - 9 Jahre | 2 bis 2,50 Euro wöchentlich |
10 -11 Jahre | 13 bis 16 Euro monatlich |
12 -13 Jahre | 18 bis 22 Euro monatlich |
14 -15 Jahre | 25 bis 30 Euro monatlich |
16 -17 Jahre | 35 bis 45 Euro monatlich |
18 Jahre | 70 Euro monatlich |
Eltern sollten bedenken, dass Taschengeldtabellen nur eine Orientierung sind, wenn sie nicht genau wissen, wie viel Taschengeld ihre Kinder bekommen sollten. Das Taschengeld ist immer auch abhängig von dem Einkommen der Eltern. Kinder von besser verdienenden Eltern bekommen wahrscheinlich mehr Taschengeld als Kinder aus ärmeren Verhältnissen. Deshalb ist es wichtig aus den Tabellen keine Forderungen oder Verpflichtungen abzuleiten.
Hilfreich sind übermäßig hohe Taschengeldbeträge für Kinder nicht. Viel für Kinder eigenständig verfügbares Geld kann Probleme bereiten und im Vordergrund sollte immer stehen, den Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Ebenso sollte man sich auch an die Vereinbarungen und Regeln halten, die man vielleicht mit Hilfe der Taschengeldtabellen getroffen hat. Ein ständiges Nachschießen ist ebenso schädlich wie eine ständige Kürzung des Taschengeldes.
Unabhängig von der Höhe des Taschengeldes ist es wichtig, dass klare Regeln zum Verwendungszweck vereinbart werden. "Man kann beispielsweise verabreden, dass man dem Kind Schulsachen wie Stifte und Blöcke kauft, dass es sie aber selbst ersetzen muss, wenn es sie verliert", schlägt König vor. Bei der Bemessung des Taschengeldes sollte man ein bisschen großzügig sein. "Kosten die Klebebildchen, die ein Kind sich wöchentlich kauft, einen Euro, sollte man fünfzig Cent mehr geben. So haben die Kinder etwas Spielraum und können auch mal für größere Wünsche sparen", sagt König.
Für den Lerneffekt ist aber auch wichtig, dass Eltern immer an die Auszahlung des Taschengeldes denken, ohne erinnert zu werden. Auch sollten die Kinder das Taschengeld pünktlich bekommen und zwar unabhängig davon, ob sie lieb oder böse waren, ob sie gute oder schlechte Noten in der Schule geschrieben haben und auch unabhängig von der Sorgfalt, mit der die Hausaufgaben erledigt wurden. Taschengeld ist keine Belohnung und auch keine Bestrafung. Ist das Taschengeld einmal verteilt, sollten Eltern sich zurücknehmen. "Wenn das Kind das Geld zu Hause vergessen hat oder schon ausgegeben hat, sollte man ihm nicht 'ausnahmsweise' wieder etwas finanzieren. Nur so lernt es auf Dauer, die Verantwortung für seine Ausgaben zu übernehmen", sagt Claudia König.
Quelle: t-online.de
Vater eines Sohnes schrieb:
am 19. Dezember 2011 um 12:52:06
(15)
(2)
Taschengeld
es wird mit den angegebenen Zahlen aber schon schwierig, wenn mein 15 Jähriger mit Freundin ins Kino will. Da sind ganz auf die
Schnelle 15 € los - nur für ihn. Das bedeutet:Kultur ( also Kino ) nur alle 3 Monate. Oftmals trifft sich die Klicke auch bei McD o.ä. Das ist dann schon fast nicht mehr drin bei 25 € Taschengeld im Monat. Ich frage mich, wie es die anderen Kinder bewerkstelligen.
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Mutter schrieb:
am 18. November 2011 um 08:47:24
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(0)
Wieviel für Was
Ganz wichtig ist die Frage, wofür das Taschengeld reichen muss. Werden Kleidung und Schulsachen vom Taschengeld bestritten,
braucht es wesentlich höhere Beträge; wenn nur der persönliche Geldbedarf für Kleinigkeiten abgedeckt werden soll, reicht ggf. auch weniger. Das kann man bei der "Verhandlung" auch entsprechend einbringen.
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