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Viele Männer setzen auf Familie statt Beruf und Einkommen. (Bild: Archiv)
Es gab sie schon immer - doch seit der Neuregelung der Elternzeit im Januar 2007 hat die Zahl der Väter am Sandkasten zugenommen: Eineinhalb Jahre nach Einführung der bezahlten Auszeit im Sinne der Familie haben bundesweit 103.000 Väter Elterngeld beantragt. Damit liegt der Anteil, gemessen an der Zahl der geborenen Kinder, bei 15 Prozent.
Der "Familiäre Mann" liegt also voll im Trend und seine Rolle als Versorger, Haushaltsführender und fürsorglicher Aufpasser gerät damit immer stärker auch in den Fokus werbungtreibender Unternehmen. Daher hat SevenOne Media, die Forschungs- und Werbetochter der ProSiebenSat.1 Group, diese Zielgruppe in einer Analyse genauer unter die Lupe genommen. Anhand verschiedener Statements rund um die Themen Familie, Kinder und Beruf wurde die Gruppe der "Familiären Männer" definiert. Schon jetzt gehören 24,1 Prozent der männlichen Bevölkerung Deutschlands dazu.
Ein Kernergebnis der Untersuchung: Typisch männliche Wertehaltungen wie kritisch, dominant oder kämpferisch zu sein, werden von den "Familiären Männern" im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossen abgelehnt. Dementsprechend haben sie beruflich gesehen - zumindest was das Netto-Einkommen angeht - das Nachsehen. Sie verdienen deutlich weniger als die Männer in der Gesamtbevölkerung. Mit Unterscheidungsmerkmalen wie Alter oder Bildung ist den "Familiären Männern" dagegen kaum beizukommen: Die prozentuale Verteilung bei diesen Parametern entspricht nahezu den Werten der Männer in der Gesamtbevölkerung (ab 14 Jahren) - sie sind über alle Gruppen hinweg vertreten.
Die Konsumfreude der "Familiären Männer" ist stark ausgeprägt - deutlich stärker als beim Rest der männlichen Bevölkerung. Gleichzeitig manifestiert sich die familiäre Grundhaltung der untersuchten Zielgruppe in einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein, was das Einkaufsverhalten angeht: Sowohl Preisorientierung als auch eine sorgfältige Auswahl und hohe Markentreue zeichnen den "Familiären Mann" aus. Gehobene Ansprüche sowie ein gewisser Hang zum Genuss runden das Bild des sorgfältigen, im Sinne seiner Familie handelnden Mannes ab.
Quelle: dpa
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