13.09.2011, 15:48 Uhr
Mit der Vaterschaft sinkt der Testosteron-Spiegel. (Quelle: t-online.de)
Frisch gebackene Väter haben deutlich weniger Testosteron im Speichel als vor der Geburt des Kindes. Eine Vaterschaft könnte womöglich zu einem Sinken des Testosteronspiegels führen, schreiben US-Forscher über die Ergebnisse einer Langzeitstudie auf den Philippinen. Je mehr sich die Väter um ihren Nachwuchs kümmerten, desto weniger Testosteron wiesen die Wissenschaftler um Christopher Kuzawa im Speichel der Männer nach.
Kuzawa von der Northwestern Universität in Evanston (US-Staat Illinois) und seine Kollegen berichten über die Studie mit mehr als 600 jungen Männern in den "Proceedings" der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS).
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Vorangegangene Studien hatten bereits gezeigt, dass Väter niedrigere Werte des männlichen Geschlechtshormons im Blut hatten als Single-Männer. Laut Kuzawa war jedoch nicht geklärt, ob die Vaterschaft das Testosteron unterdrückt oder ob Männer mit einem niedrigen Testosteronwert eher Nachwuchs bekommen als andere.
Nun zeigte die Langzeitstudie: Je höher der Testosteronspiegel der Männer zu Beginn der Untersuchung war, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit, Vater zu werden. Dies legt den Autoren zufolge nahe, dass das Hormon tatsächlich eine Rolle spielt bei der erfolgreichen Suche nach einer Partnerin. Lange Zeit habe die Familie auf den Philippinen eine große Rolle bei der Auswahl der Partner gespielt, dies habe sich aber in den vergangenen Jahren geändert.
Die Männer wurden jeweils in den Jahren 2005 und 2009 untersucht, zu Beginn der Studie waren sie durchschnittlich 21,5 Jahre alt. Die Testosteronwerte im Blut wurden jeweils morgens und abends gemessen. Während des Studienzeitraums ging ein Drittel der Männer eine feste Partnerschaft ein und bekam Nachwuchs.
War das Kind da, sank der Testosteronspiegel im Blut sehr viel stärker als bei den Singles. Väter mit Neugeborenen zeigten einen größeren, vorübergehenden Abfall des Testosteronwerts im Vergleich zu den Vätern, deren jüngstes Kind schon älter als einen Monat war.
Die Ergebnisse decken sich laut Kuzawa sich mit denen aus Tierstudien, etwa bei Vögeln. Das Hormonsystem vermittle also im Körper, wie viel Männer jeweils in die Partnersuche und in das Aufziehen der Kinder investieren, schreiben die Autoren.
Quelle: dpa
Nachdenklicher schrieb:
am 16. September 2011 um 01:58:54
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Testosteron
Wenn bei der Geburt der Testosterongehalt des Vaters sinken sollte, dann wird er sicher wieder steigen, wenn er bemerkt dass in
das Kind untergeschoben wurde, oder er nur Zahlvater sein wird und kein Besuchsrecht hat.
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Sperling schrieb:
am 15. September 2011 um 09:52:19
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Testosteron
Unmännlich? Ich nehme an, auch Milchtrinken und dgl. ist unmännlich, der Vollrausch aber männlich. Dann lieber einen
"normal" reagierenden Mann als einen, der glaubt stündlich im Lendenschurz zur Jagd gehen zu müssen. Überflüssige Denkmodelle!
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Viagra schrieb:
am 15. September 2011 um 09:24:46
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Testosteron
Die Väter von heute sind die Viagra Konsumenten von morgen. Solche Studien werden sicher von der Pharmaindustrie finanziert.
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