08.06.2010, 11:29 Uhr
Videospiele: Kontrolle ist wichtig. (Bild: t-online)
Die neue Studie Microsoft-"Play Smart, Play Safe" zeigt, dass Eltern in Europa die Videospiel-Gewohnheiten ihrer Kinder kontrollieren. Sie sehen sich eindeutig als die wichtigste Einflussquelle, wenn es darum geht, zu entscheiden, ob ein Videospiel für ihre Kinder geeignet ist oder nicht. Die Befragung von 4000 Eltern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien wurde von der Forschungsfirma StrategyOne durchgeführt. Ihr Ziel war es, mehr über bestehende Spielgewohnheiten zu erfahren. Zudem sollen Eltern und andere Erziehungsberechtigte darüber informiert werden, wie man Kindern aller Altersklassen den besten und sichersten Umgang mit Videospielen ermöglichen kann.
66 Prozent der Eltern halten sich für die wichtigsten Entscheidungsträger, wenn es um die Entscheidung geht, welche Spiele am besten für ihre Kinder geeignet sind. Ironischerweise bezeichneten sie aber auch ihre Kinder als eine Einflussquelle. Außerdem nannten 21 Prozent der Befragten die Spiele-Hersteller und 18 Prozent die Regierung als wichtige Endscheider. Chris Lewis von Microsoft ist der Meinung, dass Microsoft verantwortlich sei, sowohl die Informationen als auch die Technologie anzubieten, die Eltern benötigen, um ihren Familien eine sichere Spielumgebung zu ermöglichen. Deshalb böten sie Eltern ein neues Family Timer feature. Damit ließen sich sowohl die täglich als auch wöchentlich Spielzeit mit der Xbox 360 festlegen.
Eltern haben angegeben, dass der Inhalt der Spiele und die Zeit, die gespielt wird, ein wichtiges Thema sind. Sieben von zehn Eltern halten den Inhalt der Videospiele für bedenklich, dabei war die Besorgnis in Italien (83%) und Großbritannien (76%) am größten. Die Mehrheit der Eltern sagt, dass sie ausreichend informiert sind über die eingebauten Funktionen der Spielekonsolen und Betriebssysteme, mit denen sie den Zugang ihrer Kinder regulieren können. Aber wenn es um die Zeit geht, die ihre Kinder mit Videospielen verbringen, fühlt sich nur die Hälfte der Eltern in der Lage, diese zu kontrollieren. Eltern haben eine feste Vorstellung von diesem Zeitraum und halten höchstens eine Stunde am Tag für vertretbar. Als Hilfe für die Überwachung der Spielzeit würden Dreiviertel der Eltern eine eingebaute Funktion begrüßen.
Wenn es um den Zugang zu den Spielen geht, ergab die Studie, dass die meisten Videospiele von Kindern alleine, aber in einem kontrollierbaren Umfeld gespielt werden. Videospiele bieten dazu eine große soziale Plattform für viele Kinder: Fast ein Drittel spielt mit Freunden oder der Familie. "Da uns die Studie sagt, dass es bei den Eltern ein großes Bewusstsein für Aufsichtspflicht und Altersbeschränkungen gibt, müssen wir es den Eltern einfacher machen, die entsprechenden Werkzeuge in die Hand zu nehmen und zu nutzen. Dies ist das oberste Ziel unserer 'Play Smart, Play Safe'-Initiative in Europa", sagte Chris Lewis von Microsoft.
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