03.03.2011, 10:15 Uhr
Bei den Jungs bleibt Maximilian der beliebteste Vorname in Deutschland. (Foto: imago)
Seit 1977 veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden) eine Liste über die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen. Auch für 2010 wurden diese wieder ermittelt. Über 330 Standesämter, und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor, waren daran beteiligt, wobei alle Bundesländer und viele Regionen, die Landeshauptstädte und die meisten Großstädte Eingang gefunden haben. Mit 536.000 übermittelten Einzelnamen wurden so über die Hälfte aller im Jahr 2010 vergebenen Vornamen erfasst. Auf unserer Deutschlandkarte können die jeweils beliebtesten Vornamen der beteiligten Standesämter eingesehen werden.
Als Teil der Sprachberatung hat die Vornamenberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) im vergangenen Jahr über 3000 Vornamensanfragen bearbeitet und somit Eltern geholfen, deren Wunschname für ihr Kind beim Standesamt nicht ohne Weiteres eingetragen werden konnte. Oft handelte es sich dabei um Namen, die hierzulande fremd sind oder deren Geschlecht nicht eindeutig zuzuordnen ist. Ungewöhnliche Namen, die im Jahr 2010 bestätigt werden konnten, waren etwa Laperla, Kantorka, Lelibeth, Belana, Quidan, Loana, Miranşah, Monel, Napoleon, Lovelle, Segesta, Kix, Noredien und Nox. Namen, die abgelehnt wurden, waren Leuis, Gihanna, Pfefferminza, Cheraldine, Partizan, Laslo (für ein Mädchen), Idjen (statt Etienne), Menez, Junge und Puppe.
Die beliebtesten Vornamen, die im Jahr 2010 vergeben wurden, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt (Vorjahresplätze in Klammern). Unterschiedliche Schreibvarianten - zum Beispiel Sophie/Sofie - wurden wie bisher zusammengefasst.
Jungen |
| |||
1. Maximilian (1) | 6. Luca/Luka (5) | |||
2. Alexander (2) | 7. Elias (6) | |||
3. Paul (4) | 8. Louis/Luis (11) | |||
4. Leon (3) | 9. Jonas (9) | |||
5. Lukas/Lucas (8) | 10. Felix (7) | |||
|
| |||
Mädchen |
| |||
1. Sophie/Sofie (2) | 6. Anna (4) | |||
2. Marie (1) | 7. Lena (9) | |||
3. Maria (3) | 8. Emma (5) | |||
4. Sophia/Sofia (7) | 9. Hannah/Hanna (11) | |||
5. Mia (6) | 10. Johanna (10) | |||
|
|
Bei den bundesweiten Vornamen-Spitzenreitern fällt auf, dass die Gruppe der ersten zehn Vornamen insgesamt sehr stabil geblieben ist. Lediglich Hannah/Hanna und Luis/Louis sind aufgerückt, die anderen Namen haben ihre Ränge getauscht, an ihrer Popularität jedoch nichts verloren. Marie, mit Ausnahme von 2008 Spitzenreiter seit 1999, hat ihren Platz wieder an Sophie (mit der Schreibvariante Sofie) knapp abgegeben. Beide Namen liegen jedoch laut unseren Unterlagen mit je fast 10.000 Vergaben sehr nah beieinander. Gegenüber den folgenden Namen ergibt sich dadurch nach den absoluten Zahlen ein großer Vorsprung. Ebenso hauchdünn ist der Abstand von Emma zu Hanna/Hannah und von Lukas/Lucas zu Luca/Luka.
Eine Aufteilung nach Erst- und Zweitnamen wurde nicht vorgenommen. Dies ist nicht nur dem Umstand geschuldet, dass nur ganz wenige Standesämter die Daten derart aufgeschlüsselt übergeben (können), sondern liegt auch darin begründet, dass nach der Gesetzeslage Erst- und Zweitnamen nicht festgelegt, sondern untereinander gleichberechtigt sind und somit der Rufname je nach Lebensumstand beliebig gewechselt werden kann. Aus diesem Grund ergibt die Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache auch ein anderes Ergebnis als die Statistik von beliebte-vornamen.de, die Anfang des Jahres veröffentlich wurde und die ausschließlich Erstnamen einbezieht.
Quelle: t-online.de
Margo schrieb:
am 20. August 2011 um 11:46:45
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Namensgebung
Ja die Mode -Namen, war bei mir schon so Jahrgang 1958, bei mir in der Klasse hießen 4 Brigitte und 3 Karin, jetzt sind es
veraltete namen (aber immer noch schön) uund so wird es auch mit den heutigen modernen namen gehen - sie werden auch irgendwann altmodsich sein.
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bluemchen61 schrieb:
am 5. März 2011 um 19:33:44
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Namensgebung
ich bin nicht betroffen von evtl. unschöner (Namensgeberung) aber man sollte auf passen und ich sage es frei heraus "ich habe
eine "Lippen-, Kiefer- Gaumenspalte" Es gibt bestimmte Laute wie z.B. "R" da habe ich Schwierigkeiten mit. Die betrofenen "Eltern/Kind" sollten darauf achten einen Namen zu wählen der - besonders für das Kind - auszusprechen ist. Was besonders wichtig bei der Vorstellung ist - ganz besonders auch unter Kindern!
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Maria Gomez schrieb:
am 5. März 2011 um 18:46:46
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Christiliche Namen
Die Liste der beliebtesten Vornamen, liest sich ja, wie die Bibel. In Spanien völlig normal, Kinder nach Heiligen zu
benennen, aber der Trend in Deutschland überrascht mich. Vermutlich hat es auch keinen christilichen Hintergrund.
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