22.07.2011, 15:15 Uhr | rev; beliebte-vornamen.de
Daniel Küblböck im Mai 2003 in der Frankfurter Festhalle: Ende dieses Jahres war der Name Daniel zum ersten Mal seit 32 Jahren nicht mehr in den Top 30. (Foto: ddp)
Die Wahl des Vornamens machen sich werdende Eltern meistens nicht leicht, denn schließlich wird der Name ihr Kind ein Leben lang begleiten. Die künftigen Mamas und Papas wälzen also Namensbücher, surfen im Internet und überlegen, ob der favorisierte Name zum Nachnamen oder zu dem des Bruders oder der Schwester passt. Am wichtigsten ist den meisten Eltern aber letztendlich der Klang des Namens. Das ergab eine Umfrage unter Lesern von t-online.de, laut der 61,3 Prozent finden, dass ein Vorname vor allem gut klingen muss. Trotzdem zeigen Namensstatistiken auch immer wieder, dass Vorbilder, Prominente, aber auch die Medien eine große Rolle bei der Namenswahl spielen.
Dass Eltern sich bei der Namenswahl zum Teil auch an bekannten Vorbildern orientieren, ist kein Phänomen der Gegenwart. Im Mittelalter wurden Kinder häufig nach Heiligen benannt, später, während der Reformation, waren dann biblische Namen in Mode und im 19. Jahrhundert inspirierten immer häufiger die Figuren aus Werken von Goethe, Schiller oder auch Shakespeare Eltern bei der Namensgebung.
Heute ist es ähnlich. Die religiösen und literarischen Vorbilder wurden nur ersetzt durch Popstars, Schauspieler oder auch fiktive Helden aus Hollywood-Filmen und Computerspielen. So stürmte beispielsweise 1999 die Teenieband 'N Sync mit Justin Timberlake die Charts in Deutschland. Kurz darauf wurden hierzulande immer mehr Kinder von ihren Eltern Justin genannt. Ein anderer Fall: 1996 erschein das beliebte Computerspiel "Tomb Raider", dessen Heldin Lara Croft ist. Seitdem hat der Vorname Lara die Liste der 30 beliebtesten Mädchennamen nicht mehr verlassen.
Doch es gibt auch Beispiele, in denen sich die übermäßige mediale Präsenz eines Vornamens negativ auf dessen Beliebtheit auswirkte: Während der Vorname Kevin aufgrund des Films "Kevin allein zu Haus" und vermutlich auch dank der damaligen Popularität von Schauspieler Kevin Costner noch Platz eins der Namenscharts erlangte, ist der Name inzwischen auf Rang 124 (Stand: 2010) abgestürzt. Allein im Jahr 2010 rutschte der Name 52 Plätze nach unten. Der Grund: Eine Studie der Universität Oldenburg zeigte, dass Lehrer ihre Schüler je nach Namen unterschiedlich behandelten. Besonders groß seien die Vorurteile gegenüber Kindern mit dem Namen Kevin. Gemeinsam mit dem Lehrerzitat "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose" sorgte die Studie für jede Menge Aufsehen und beschädigte das Image des Vornamens Kevin deutlich - er hat inzwischen den Ruf ein "Unterschichten-Vorname" zu sein.
Dass Promis nicht immer einen positiven Einfluss auf die Popularität eines Vornamens haben, zeigt auch der Fall Küblböck. In der äußerst erfolgreichen TV-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" erlangte der Bayer Daniel Küblböck Berühmtheit - allerdings weniger aufgrund herausragenden Talents, sondern vielmehr aufgrund des Mangels an solchem und seiner zudem sehr schrulligen Art. Als Ergebnis seiner Auftritte könnte die Tatsache gewertet werden, dass der Vorname Daniel zum ersten Mal seit 32 Jahren die Top 30 der Vornamenscharts verließ.
Insbesondere Eltern aus der Unterschicht wird nachgesagt, dass sie sich häufig an Prominentennamen orientieren. Das ist auch der Grund, warum inzwischen Vornamen wie Kevin oder Justin mit bestimmten Vorurteilen belastet sind. Im Interview mit der Familienzeitschrift "Nido" bestätigt Sprachwissenschaftlerin Gabriele Rodriguez diese Mode innerhalb der unteren sozialen Schichten: "Die Unterschicht orientiert sich heute nicht mehr zwangsläufig nach oben, sondern hat inzwischen eine eigene Lebenswelt und damit auch eigene Namensvorbilder."
Diese Lebenswelt werde nicht unwesentlich durch die Medien, vor allem durch das Fernsehen geprägt. "Und weil unser Fernsehen viel Amerika beinhaltet, tauchen in den bildungsfernen Familien immer mehr Beyoncés, Shakiras oder Brads auf", so Rodriguez. Dagegen mache sich der aktuelle Trend unter Akademikern zu altdeutschen Vornamen wie Friedrich, Leopold oder Konrad kaum bemerkbar.
Hier finden Sie Fälle, in denen prominente Vorbilder die Popularität bestimmter Vornamen beeinflussten.
Quelle: t-online.de
Chris schrieb:
am 28. Juli 2011 um 19:06:34
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Daniel Küblböck Uhh?
Daniel Küblböck wer ist das eigentlich?
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daniel schrieb:
am 28. Juli 2011 um 13:28:00
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küblböck
mein enkel ist 16 und heißt daniel.ich würde mich freuen wenn er auch ein erfolgreicher unternehmer und millionär würde wie
daniel küblböck.name hin oder her.d.k. ist clever und hat es zu was gebracht.ihr neider und haßer macht es erst mal nach.
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12345 schrieb:
am 27. Juli 2011 um 10:16:54
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Vornamen
In der heutigen Zeit ist es für "Normalos" garnicht so einfach, seinen Kindern vernünftige Vornamen zu geben. Er sollte ja
modern und zeitlos sein, eine positive Bedeutung haben, zum Nachnamen passen, nicht allzu oft vorkommen, also besonders sein, schön klingen und nicht negativ behaftet sein. (Werdende) Eltern sollten immer bedenken, dass "Kind" diesen Vornamen ein Leben lang trägt!!! Der Vorname muss also ein Name und keine Strafe sein!!!
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