21.12.2011, 17:59 Uhr
Ein Frühchen liegt in einem Brutkasten. (Quelle: imago)
Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Kommt ein Kind erheblich früher zur Welt, sind Organe und Körperfunktionen noch nicht vollständig ausgebildet. Das Baby wird als "Frühchen" geboren und braucht je nach Reifegrad intensivmedizinische Betreuung.
Die Chancen von Frühchen auf ein gesundes Leben hängen von der Schwangerschaftswoche ab. Ein Kind, das vor der 22. Woche geboren wird, gilt als nicht lebensfähig. Nach 22 bis 23 Wochen steigen die Überlebenschancen von rund zehn auf 50 Prozent an. Andererseits leidet durchschnittlich ein Drittel dieser Kinder an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen. Ab der 24. Woche steigen die Überlebensraten auf mehr als 60 Prozent an - Behinderungen sind weiter möglich.
Von einer "späten Frühgeburt" spricht man, wenn ein Kind zwischen der 34. und 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommt. Das Geburtsgewicht liegt dann meistens unter 2500 Gramm. Auch wenn äußerlich nur wenig Unterschiede zu Normalgeborenen bestehen, gelten diese Babys als anfälliger für Infekte und Komplikationen.
Die lebensfähige Grenze eines Frühchens geht immer weiter nach unten. Ausgefeilter Technik sei Dank. zum Video
Quelle: dpa
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