24.04.2009, 11:24 Uhr | iri
Wickelauflage: Baby immer beaufsichtigen! (Bild: Archiv)
Das Angebot an Babypflegeprodukten, speziell zum Wickeln, ist riesig. Von Wegwerfwindeln über Cremes bis hin zu Babypuder gibt es alles, was das Herz begehrt. Aber was ist wirklich gut für Babyhaut? In der aktuellen Ausgabe "Ökotest Kompakt" zum Thema Babypflege sind verschiedene Windeln getestet sowie hilfreiche Tipps zur Baby-Popo-Pflege aufgeführt.
Da Neugeborene acht bis zehnmal pro Tag gewickelt werden müssen, sollten Eltern sich hier gut auskennen und bestimmte Regeln beachten. Oberstes Gebot: Das Baby niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelauflage liegenlassen! Das Kind könnte sich überraschend drehen und herunterfallen.
Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Sturz gekommen ist, gilt zu allererst: Ruhe bewahren und die Reaktion des Babys beobachten. Schreit es laut, ist wahrscheinlich nichts passiert; leises Wimmern oder Schluchzen hingegen weist auf Schmerzen hin. Zuerst das Köpfchen auf Beulen und Wunden untersuchen, denn der Kopf ist am empfindlichsten. Das Kind in den nächsten Stunden genau beobachten, Anzeichen für eine Gehirnerschütterung sind beispielsweise Erbrechen oder Flüssigkeitsaustritt aus Nase und Ohren. Um sicher zu gehen, dass keine schweren Verletzungen vorliegen, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
Generell sollte bei der Wickelauflage darauf geachtet werden, dass sie einen erhöhten Rand und abgerundete Kanten hat, um Sturz- und Verletzungsrisiken zu minimieren. Sämtliche Wickelutensilien sollten griffbereit deponiert werden, damit immer eine Hand beim Baby bleiben kann. Sobald das Kind nass ist, am besten sofort wickeln, da sich aus dem Harnstoff im Urin Ammoniak bildet, welcher sehr aggressiv ist und die empfindliche Haut reizt, wenn die Windel zu lange am Po bleibt.
Auf Babypuder am besten verzichten, da es erstens zur Pflege überflüssig ist und zweitens bei eventuellem Einatmen und Aufquellen der Partikel in den Atemwegen zu Atemnot führen kann. Nach dem Säubern sollte der Po des Kindes gut trocken gewischt werden und am besten auch etwas luftgetrocknet werden, das beugt einem wunden Po vor.
Hat das Kind dennoch eine sogenannte "Windeldermatitis", also einen entzündeten und wunden Hintern, helfen Kamillenbäder und Wundschutzcremes. Außerdem sollten häufiger als sonst die Windeln gewechselt und mindestens eine Stunde am Tag frische Luft an die Entzündung gelassen werden.
Quelle: t-online.de
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