25.08.2011, 12:11 Uhr
Wichtig ist, dass Patient und Arzt ein gutes Vertrauensverhältnis schaffen. (Quelle: imago)
Insbesondere wenn sie Allergien, chronische Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma haben, ist es wichtig, dass die Therapie nicht unterbrochen wird und sie ihre Gesundheit im Blick behalten. "Am besten sprechen dies Eltern beziehungsweise Jugendliche schon bei der letzten Vorsorgeuntersuchung J2 an, die zwischen 16 und 17 Jahren stattfindet", rät Uwe Büsching, Sprecher des Ausschusses Jugendmedizin vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. "Denn auch im Erwachsenenalter wirkt sich ein vertrauensvolles langjähriges Arztverhältnis positiv auf die Gesundheit aus."
In Deutschland wie in den USA plädieren Kinder- und Jugendärzte für eine bessere Organisation des Übergangs von der Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin. Sogenannte Übergangssprechstunden, bei denen der Jugendarzt und der zukünftige Facharzt für Erwachsenenmedizin zusammen mit dem Heranwachsenden die Fortsetzung der Therapie besprechen, sind bisher eher die Ausnahme. "Deshalb hängt es von der Eigeninitiative des Patienten ab, ob er eine lückenlose Behandlung als junger Erwachsener erhält", sagt Büsching.
Jährlich erreichen in Deutschland etwa 800.000 Kinder das Erwachsenenalter, 120.000 von ihnen leiden unter einer chronischen Erkrankung. Ohne durchgehende ärztliche Betreuung riskiert diese Gruppe eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands.
Quelle: dpa
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