30.08.2010, 12:54 Uhr | rev; Iconkids & Youth
Bei Teenagern ab 14 Jahren stehen Klamotten am höchsten im Kurs. (Bild: imago)
18,91 Milliarden Euro geben Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 19 Jahren in diesem Jahr in Deutschland aus. Das ergibt eine aktuelle Hochrechnung vom Marktforschungsinstitut "Iconkids & Youth", die im Rahmen der Studie "Trend Tracking Kids 2010" stattfand. Zwar sind das fast vier Milliarden Euro weniger als noch 2009, über die letzten Jahre hinweg hat jedoch die Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen insgesamt zugenommen. Es stellt sich die Frage, wofür das Geld verwendet wird.
Bereich | Ausgaben in Mio. | Bereich | Ausgabe in Mio. |
1. Bekleidung, Mode, Schmuck | 4084 | 12. Computer(software), Videogames, Internet | 612 |
2. Weggehen, Essengehen, z.B. Disco, Kneipe | 2409 | 13. Hobbys | 487 |
3. Handygebühren | 1731 | 14. salzige Knabbersachen | 434 |
4. Fahrrad, Mofa, Moped, Auto, Führerschein | 1436 | 15. DVDs, Videos (gekaufte oder ausgeliehene) | 339 |
5. Eintrittskarten, z.B. für Kino, Konzerte, Sportveranstaltungen | 1114 | 16. Sachen fürs eigene Zimmer | 315 |
6. Imbissbuden oder McDonald‘s, Burger King, Subway, etc. | 1088 | 17. Sportartikel | 281 |
7. Getränke | 1058 | 18. Spielzeug | 212 |
8. Körperpflege, Haarpflege, Kosmetik, Friseur, Solarium | 947 | 19. Kosten für Internet-Downloads | 109 |
9. Süßigkeiten, Eis | 788 | 20. Handy Downloads | 92 |
10. Zeitschriften, Bücher, Comics | 666 | 21. Schulsachen | 85 |
11. Musik-CDs, -kassetten, Hörspiel-CDs, -kassetten | 618 |
Obwohl bei den sechs- bis zwölfjährigen Kindern am meisten Geld für Süßigkeiten und Eis ausgegeben wird, landet dieser Bereich insgesamt nur auf Platz 9. Hieran zeigt sich, dass es die Jugendlichen ab 13 Jahren sind, die für den Großteil dieser Ausgaben sorgen. In der Altersgruppe der 13- bis 19-Jährigen liegt nämlich der Ausgabezweig "Bekleidung, Mode, Schmuck" vorne, der auch mit großem Abstand im Gesamtranking auf Platz 1 landet. Von den knapp 19 Milliarden Euro, die die Kinder 2010 ausgeben, gehen 17,06 Milliarden auf das Konto der Teenager zwischen 13 und 19 Jahren und nur 2,02 Milliarden auf das der Sechs- bis Zwölfjährigen, die naturgemäß weniger Geld haben.
Bei den zum Teil sehr hohen Summen, die Kindern heutzutage zur Verfügung stehen, ist es für Eltern besonders wichtig frühzeitig einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu vermitteln. Hierbei kann besonders das Taschengeld eine wichtige Lernlektion für Kinder sein. Mit Hilfe von Taschengeld lernen die Kids, was teuer und billig ist, machen die Erfahrung, dass Geld schnell ausgegeben sein kann, wenn man es sich nicht einteilt und lernen Entscheidungen zu treffen: Ist eine Anschaffung sinnvoll und nötig oder nicht? Frühes Taschengeld "garantiert zwar nicht, dass sie als Jugendliche nicht auch mal Fehler machen, aber die Anfälligkeit dafür sinkt durch den rechtzeitigen Umgang mit frei verfügbarem Geld enorm“, sagt Jörg Lampmann, Leiter einer Erziehungsberatungsstelle in Hamburg im Gespräch mit welt.de.
Die deutschen Jugendämter empfehlen folgende Taschengeld-Beträge:
Alter | Taschengeld |
4 - 5 Jahre | 50 Cent wöchentlich |
6 - 7 Jahre | 1,50 bis 2 Euro wöchentlich |
8 - 9 Jahre | 2 bis 2,50 Euro wöchentlich |
10 -11 Jahre | 13 bis 15 Euro monatlich |
12 -13 Jahre | 18 bis 20 Euro monatlich |
14 -15 Jahre | 23 bis 26 Euro monatlich |
16 -17 Jahre | 32 bis 42 Euro monatlich |
18 Jahre | 62 Euro monatlich |
Quelle: t-online.de
Matsuri schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 22:27:17
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(2)
Taschengeld
Wie viel Eis ich mir kaufen könnte, wenn ich soviel Taschengeld wie in der Tabelle steht bekommen würde...
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annosa schrieb:
am 13. September 2010 um 22:58:05
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Es kommt doch immer darauf an,
wofür die Jugendlichen ihr Taschengeld verwenden müssen. Da relativiert sich so eine Summe doch recht
schnell. Man kann ja selbst einmal überlegen, was das Leben so kostet. Da ist das Geld schnell weg und die Dinge sicher nicht teuer. Wenn man dann auch noch etwas sparen soll oder will, wird es schon richtig schwierig. Ich finde, man soll den Jigendlichen, so man kann, ausreichend Taschengeld geben, damit sie den Umgang mit Geld richtig lernen können. Bei meiner Tochter hat das gut geklappt.
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1944 schrieb:
am 11. September 2010 um 07:51:55
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Taschengeld,
das zu hoch angesetzt ist,verleitet immer zum Kaufen.Kein Elternteil denkt daran,was ihr Kind später tun wird,wenn das Geld
nicht so reichlich da sein könnte,weil es evtl keine Arbeit findet bzw.keinem Beruf nachgehen WILL! WO KOMMT DAS GELD DANN HER? Wenn der Jugendl. nicht gewohnt ist,mit WENIG auszukommen, ist der Schritt nach Rückwärts besonders schwer.Wie kann er sich dann EINSCHRÄNKEN? Der umgekehrte Weg -von wenig zu mehr- fällt viel leichter!
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