16.05.2012, 19:07 Uhr | rev
Zeckenbisse können schwerwiegende Folgen haben. (Bild: Imago)
Je nach Wetterlage geht die Zeckensaison etwa von März bis Oktober. In dieser Zeit sollten Eltern ihre Kinder regelmäßig nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken absuchen. Da sich Krankheitserreger acht bis zwölf Stunden nach dem Zeckenbiss im Blut ausbreiten, müssen die Spinnentiere sobald wie möglich entfernt werden. Besucher eines Waldkindergartens haben ein besonders hohes Risiko, sich mit der von Zecken übertragenen Borreliose anzustecken, warnt der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Zecken halten sich gerne in hohem Gras sowie am Übergang vom Gebüsch oder Wald zur Wiese auf.
In der Regel zeigen Kinder bei einer Borreliose-Infektion zunächst eine bis mehrere Wochen nach dem Biss grippeähnliche Symptome. Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen scheinen dann auf eine Erkältung hinzudeuten. Eine gerötete kreisförmige Hautstelle um den Stich herum kann bereits fünf Tage nach dem Stich auftreten und sich vergrößern, während sie im Zentrum verblasst. "Wir nennen dieses sehr charakteristische Symptom eine 'Wanderröte'", erklärt BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler. Amerikanische Untersuchungen haben ergeben, dass knapp 90 Prozent der Infizierten allein eine Wanderröte aufweisen.
Eine etwas seltenere Erscheinung ist das Lymphozytom, eine gerötete Hautverdickung zum Beispiel am Ohrläppchen, an den Brustwarzen oder am Hodensack. "Jede verdächtige Hautstelle, die sich vergrößert, auch wenn sie wie ein Insektenstich aussieht, sollten Eltern vom Kinder- und Jugendarzt untersuchen lassen", rät Fegeler. So werde eine mögliche Infektion rechtzeitig erkannt und behandelt.
Können sich die Bakterien dagegen weiter ausbreiten, sind Monate bis Jahre später Gelenkentzündungen möglich - bei Kindern oft in den Knie-, Finger-, Hand- oder Sprunggelenken sowie Ellenbogen. Etwa sechs Prozent der Kinder mit Lyme-Borreliose entwickeln solche Gelenkentzündungen. Manchmal befallen die Bakterien auch die Hirnhäute, die Augen, das Herz oder die Muskeln. Lähmungen sind dann die mögliche Folge.
Schätzungsweise jede vierte bis fünfte Zecke kann Borrelien übertragen, doch bricht die Krankheit nur bei circa ein bis zwei Prozent der Angesteckten aus. Eine einmal durchgemachte Borrelien-Infektion schütze nicht unbedingt vor einer erneuten Ansteckung, erläutert der BVKJ: Es gebe in Europa drei verschiedene Formen von Borrelien.
Ratgeber Zeckenbiss
Quelle: dpa
teller schrieb:
am 27. November 2011 um 03:02:56
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(6)
unwichtig
nicht jammern klotzen
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schraeer schrieb:
am 1. Juni 2010 um 13:05:10
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(0)
Zecke entfernen
@Gebissener: Der Beißapparat auf dem Foto ist nicht sichtbar, weil die Zecke vollgesogen ist und daher der Körper und der
Kopf schräg vom Betrachter weg gerichtet sind. Ob der Beißapparat noch dran ist, könnte man so gar nicht sehen.
Zu Ihrem Tip mit der Drehung: das ist ein Ammenmärchen. Der Hinweis mit der Spezialpinzette ist korrekt, aber dann wird einfach gerade gezogen. Beim Drehen ist die Gefahr des Abreißens der Beißwerkzeuge zu hoch. Die Zecke hat ja kein Gewinde ;)
mehr
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Nicht-Gebissener schrieb:
am 28. Mai 2010 um 21:04:13
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Zecken
Man soll endlich was dagegen tun!
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