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In der Sonne zu spielen, gehört für Kinder zu den schönsten Sommeraktivitäten. Doch das grelle Licht birgt auch Gefahren, die viele Eltern nicht erkennen. So wird Sonnenschutz häufig nur mit der Haut in Verbindung gebracht - ein Fehler. Denn auch für Kinderaugen sind ultraviolette Strahlen (UV) gefährlich, weil der natürliche Lichtschutz bei Heranwachsenden noch nicht voll ausgereift ist.
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Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, hervorgerufen durch den Ultraviolett-B-Anteil im Sonnenlicht, können in der Folge zu Sehbeeinträchtigungen führen. Besonders tückisch: Die Schäden sind schmerzlos und machen sich erst Jahre später bemerkbar, warnen Experten vom "Deutschen Ring". Um Spätfolgen wie Linsentrübung (Grauer Star) oder Schäden an der Netzhaut (Makuladedegeneration) zu vermeiden, ist ein guter Sonnenschutz für Kinderaugen Pflicht.
Bei längeren Aufenthalten im Freien sollten Eltern stets Sonnenhütchen oder eine Kappe mit großem Schirm sowie geeignete Sonnenbrillen im Gepäck haben. Allerdings haben umfangreiche Sonnenbrillentests ergeben, dass rund 60 Prozent der Kinderbrillen keinen ausreichenden UV-Schutz bieten. Dies ist besonders gefährlich, weil die Pupillen, aufgrund der dunklen Gläser, stark geweitet sind und dadurch viel UV-Licht ins Auge gelangt. Beim Kauf sollten Eltern deshalb unbedingt auf hochwertige Gläser achten.
Gute Brillen erkennt man an dem "CE-Zeichen". Mit diesem Qualitätssiegel gehen Eltern sicher, dass der UV-Schutz der EU-Norm entspricht. Aufkleber, die 100prozentigen UV-Schutz versprechen, reichen nicht aus. Wegen der Streustrahlung sollte zudem auf vermeintlich schicke kleine, schmale oder runde Gläser verzichtet werden. Sonnenbrillen mit Rundumschutz sind die bessere Wahl. Aktivitäten im Freien sollten bis 11 Uhr vormittags oder nach 16 Uhr stattfinden, denn die Sonneneinstrahlung ist da geringer.
Um mögliche Fehlsichtigkeiten zu entdecken, sollten Kinder zwischen dem 30. und dem 42. Lebensmonat mindestens einmal von einem Augenarzt untersucht werden. Gerötete Augen deuten auf eine Bindehautentzündung hin. Die Augen sollten dann schnell geschützt werden, damit das Risiko einer Hornhautentzündung reduziert wird. Mit bloßem Auge kann ein grauer Star nur dann erkannt werden, wenn die getrübte Linse die Pupille teilweise oder ganz weiß erscheinen lässt. In einem früheren Stadium ist eine Diagnose nur durch den Facharzt möglich.
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