Michael Radnitz
Kinder schauen TV (Bild: Archiv)
Hirnforscher Prof. Lutz Jäncke, ein Züricher Psychologie-Professor, mahnt, dass beim TV-Konsum von Kindern und Jugendlichen Vorsicht angebracht ist. "Ich bin nicht gegen das Fernsehen, aber es besteht eine gewisse Gefahr", sagte Jäncke in Wiesbaden beim Forum der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Es gebe, so Jäncke, einen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Fernsehstunden und den Schulleistungen. Je höher der Fernsehkonsum sei, desto schlechter würden die Schulabschlüsse.
Daneben bestehe für Kinder und Jugendliche ein Suchtrisiko. Denn die unter anderem für Selbstdisziplin und -kontrolle relevante Gehirnstruktur (Frontalkortex) brauche bis zur Reife am längsten; abgeschlossen sei sie erst im 20. Lebensjahr. Forscher hätten zudem nachgewiesen, dass etwa beim oberflächlichen Fernsehen diese wichtige Gehirnstruktur nicht aktiviert werde. Selbstdisziplin ist Jäncke zufolge für gute Leistungen wichtiger als Intelligenz.
Quelle: dpa
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